05.02.2015 | Payment

Onlinehändler reduzieren Auswahl an Bezahlverfahren

Nach und nach reduzieren Händler die Auswahl der Bezahlverfahren.
Bild: Haufe Online Redaktion

Eine möglichst große Auswahl an Zahlungsverfahren galt im Online-Handel bislang als geeignete Strategie, um Kaufabbrüche beim Check-out-Prozess zu verhindern. Nun beginnen die Händler offenbar, die Auswahl einzuschränken, weil die Kunden flexibler werden. So das Ergebnis einer Studie.

Nur noch durchschnittlich 5,1 Zahlungsverfahren bieten Onlinehändler der Studie "Payment im E-Commerce" des ECC Köln und der Hochschule Aschaffenburg zufolge ihren Kunden an. Noch 2011 hatten sie die Wahl aus rund 5,5 verschiedene Optionen.

Obwohl das gewünschte Zahlverfahren nach wie vor ein wichtiges Thema bei Onlinekäufern ist, sind sie flexibler geworden. So weichen inzwischen 13 Prozent der Befragten auf eine alternative Payment-Methode aus, vor zwei Jahren waren dazu erst acht Prozent bereit. Zudem brechen in diesem Fall nur noch acht Prozent der Kunden den Kauf ab – auch dieser Anteil ist in den vergangenen Jahren gesunken.

Big Player hätten sich im Online-Payment-Markt konsolidieren können, sagt Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln. Auch internetspezifische Verfahren seien inzwischen bei Verbrauchern akzeptiert, sodass sie bereit seien, unterschiedliche Verfahren zu nutzen. Dynamik werde es dann wieder im Markt geben, wenn sich zeige, welche Anbieter im Mobile-Bereich die Nase vorn haben.

Paypal und Rechnung bevorzugt

Laut Studie kommen vier Zahlungsverfahren bei Verbrauchern besonders gut an: Paypal (als bekanntestes Online-Bezahlsystem) und Rechnung werden bei jeweils knapp 24 Prozent aller Online-Käufe genutzt. Dahinter folgen Lastschrift und Kreditkarte mit 22 beziehungsweise 17 Prozent.

Welche Zahlungsweise bevorzugt wird, hat demnach auch mit der Höhe der Beträge zu tun. Teurere Produkte werden aus dem Gefühl der Sicherheit heraus eher per Rechnung oder Kreditkarte beglichen. Zu den weniger beliebten Zahlmethoden gehören die Vorkasse, die Sofortüberweisung sowie die Nachnahme. Clickandbuy (0,1 Prozent) sowie Giropay (0,2 Prozent) werden noch seltener genutzt.

Für die Studie wurden mehr als 2.000 Verbraucher und 562 Online-Händler befragt.

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Schlagworte zum Thema:  Payment, E-Commerce, Versandhandel

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