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Jeder fünfte Händler war schon Opfer von kriminellen Angriffen

Diebstahl von Kundendaten und Erpressung: Online-Shops geraten ins Visier der organisierten Kriminalität.
Bild: Haufe Online Redaktion

Online-Shops geraten zunehmend ins Visier oft international agierender Verbrecherorganisationen. Fast jeder fünfte deutsche Online-Händler war schon einmal Opfer einer Erpressung mithilfe von DDoS-Angriffen, sagt eine Studie von Ibi Research. Viele handelten zu fahrlässig, mahnen die Forscher. 

Das Weihnachtsgeschäft ist angelaufen, für viele Online-Shops die Zeit der größten Umsätze. Aber auch die zeit verstärkter krimineller Angriffe auf die Shop-Systeme, wenn man der Studie "Informationssicherheit im E-Commerce 2014" von Ibi Research glaubt. Demnach waren 18,8 Prozent der deutschen Online-Händler schon einmal Opfer DDoS-Attacken, die den Shop lahm gelegt haben. Erpresser forderten Geld, damit diese Angriffe aufhören.  

Datensicherheit und Datenschutz haben höchste Priorität

Fast 20 Prozent der Online-Shops wurden schon einmal gehackt, und 19 Prozent erlitten den Diebstahl sensibler Kundendaten. Die Forscher von Ibi Reserach weisen darauf hin, dass bei solchen Angriffen nicht nur die Shop-Betreiber geschädigt werden, sondern auch und vor allem deren Kunden. Umso wichtiger sei es, permanent in Datensicherheit und Datenschutz zu investieren. 

Aber genau das würde zu oft nicht geschehen, so die Studienautoren. Viele Online-Händler handelten "grob nachlässig", wie sie schreiben: Nur in 51,3 Prozent der befragten Unternehmen existieren Anweisungen für die Mitarbeiter zu den Themen Informationssicherheit und Datenschutz. Und nur 44 Prozent der Online-Händler schulen ihre Mitarbeiter in diesen Themenkomplexen.  Auch den Umstand, dass 46 Prozent der Online-Händler Zahlungsdaten selbst speichern, monieren die Forscher. Das sei angesichts der Gefahr von Datendiebstählen extrem riskant. 

Schlagworte zum Thema:  Online-Shop, E-Commerce, Datenschutz, Datensicherheit

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