19.07.2012 | E-Commerce

Produktinformationen wichtiger als Social-Media-Elemente

Produktbeschreibungen sind das A und O im E-Commerce.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der erste Eindruck zählt. Dies gilt einer aktuellen Studie des ECC Handel zufolge auch für Webshops. Demnach ist die Gestaltung der Website mit ausführlichen und informativen Produktbeschreibungen und -präsentationen wichtiger als die Einbindung von Social-Media-Elementen.

In Zusammenarbeit mit Hermes hat das ECC Handel die Erfolgskriterien von Händler-Websites für die Studie „Erfolgsfaktoren im E-Commerce – Deutschlands Top-Online-Shops“ untersucht. Zentrales Ergebnis: Für 82 Prozent der befragten Konsumenten sind ausführliche und informative Produktbeschreibungen „absolut wichtig“ oder zumindest „sehr wichtig“. Im Wettbewerb ist die Websitegestaltung somit der wesentliche Faktor für den Erfolg eines Online-Händlers.

Die Website als Visitenkarte

Design, Übersichtlichkeit und eine Filterfunktion gehören zu den Basisanforderungen, die jeder Käufer erwartet. Die Website gelte als Visitenkarte eines jeden Internet-Händlers, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des Ifh Köln. Shop-Betreiber sollten das Informationsbedürfnis ihrer Kunden unbedingt ernst nehmen, wenn sie den Anschluss nicht verpassen wollen.

An zweiter Stelle hinter der Produktbeschreibung folgt mit knapp 60 Prozent die Produktpräsentation. Holger Lendner, Geschäftsführer von Hermes Nextec weist darauf hin, dass es erfolgreiche Online-Shops geschafft hätten, sich klar von ihrer Konkurrenz zu differenzieren. Insbesondere durch professionelle Warenpräsentationen sei es möglich, Kunden nachhaltig zu überzeugen. Zur Gestaltung eines möglichst realen Produktbildes stehen Händlern eine Reihe technischer Möglichkeiten zur Verfügung: Zoomfunktion, 360-Grad-Ansichten oder Videopräsentationen ermöglichen sowohl eine genaue Produktbeschreibung als auch ein abwechslungsreiches Einkaufserlebnis. Als besonders relevant haben sich diese Faktoren für die Branchen Wohnen, Mode und Schuhe erwiesen. In anderen Bereichen wie Kosmetik, Drogerien, Bücher, digitale Medien oder Tierbedarf reichen hingegen ausführliche Beschreibungen aus.

Empfehlungen statt Likes

Trotz des anhaltenden Hypes um soziale Medien, legen nur wenige Konsumenten (sehr wichtig: 3,9 Prozent) Wert auf die Integration von Social-Media-Elementen wie dem Facebook-Like-Button. Nur zwölf Prozent der Befragten wollen überhaupt Inhalte aus Online-Shops in einem Sozialen Medium veröffentlichen.

Anders denken Verbraucher über Produktempfehlungen und Bewertungen: Für 54 Prozent ist das Lesen von Beiträgen Dritter inzwischen fester Bestandteil des Kaufprozesses. Die dort gewonnen Informationen gelten als authentisch und erhöhen das Vertrauen der Verbraucher in Produkt und Shop.

Viele Kunden nutzen inzwischen auch die Möglichkeit,  sich mobil - via Tablet oder Smartphone – über Produkte zu informieren. Immer mehr kaufen auch gleich mit ihrem mobilen Endgerät ein. Diese Entwicklung stellt Shop-Betreiber vor neue Herausforderungen in Puncto Websitegestaltung: Jeder Vierte erwartet eine mobiloptimierte Darstellung der Website, 14 Prozent wünschen sich darüber hinaus eine App, die das Einkaufen mit dem Mobiltelefon noch komfortabler macht. Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von mehr als 10.000 Konsumenten ab 16 Jahren.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Versandhandel, Online-Marketing, Handel

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