09.04.2015 | Online-Handel

USA mit dem größten E-Commerce-Potenzial

Die besten Umsatzmöglichkeiten im E-Commerce bieten die USA.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die USA sind das Land mit dem größten Potenzial für den Online-Handel. Zu diesem Ergebnis kommt der „Global Retail E-Commerce Index“ von A.T. Kearney. Damit verdrängen sie China vom ersten Platz. Deutschland belegt Rang 5.

Die USA haben China vom ersten Platz der Rangliste der 30 wachstumsstärksten E-Commerce-Märkte der Unternehmensberatung A.T. Kearney verdrängt. Dahinter folgen Großbritannien und Japan. Deutschland belegt Rang 5 und hat sich damit seit der Vorgängerstudie 2013 um einen Platz verbessert. Zu den Top Ten gehören außerdem Frankreich, Südkorea, Russland, Belgien sowie Australien. Die Schweiz und Österreich belegen hintere Plätze. Der globale Online-Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 20 Prozent auf 800 Milliarden US-Dollar. Fürs Ranking bewertet wurden Größe des Online-Marktes, Verbraucherverhalten, Infrastruktur und Wachstumspotenzial.

Die Studie stellt darüber hinaus auch vier Trend-Themen vor, die Einfluss auf die aktuellen Index-Resultate hatten und sich um Geschäftsstrategie, Kunden und Channels drehen: Die Notwendigkeit von Omnichannel-Strategien, Internationalisierung, die steigende Zahl von E-Commerce-IPOs und schließlich der ständig vernetzte Verbraucher.

Nichts geht mehr ohne Omnichannel
Weil der stationäre Handel weiterhin der bevorzugte Vertriebskanal ist und hier der meiste Mehrwert geschaffen wird, liegt die Zukunft des Handels in Omnichannel-Strategien. Dr. Mirko Warschun, Partner bei A.T. Kearney, sieht zwar im Online-Handel weiterhin enorme Wachstumschancen, allerdings habe die Branche erkannt, dass Kundenbindung langfristig nur mit kreativen Omnichannel-Angeboten funktioniert, die E-Commerce und traditionellen Einkauf miteinander verknüpfen.

Auf in neue Märkte
Große Online-Händler suchen nach Wachstumschancen in neuen Märkten – oft sogar ohne stationäre Präsenz. Auch der Verkauf über mobile Geräte bietet weitere Chancen auf Umsatzwachstum. Als Beispiel für eine Internationalisierung nennt die Studie die Tom Tailor Group, die gerade erst eine Kooperation mit dem indischen Online-Händler Jabong bekannt gegeben hat. Die Zusammenarbeit ist auf drei Jahre angelegt, in dieser Zeit bietet das deutsche Textilunternehmen seine Waren auf der indischen Online-Plattform an. Damit der Erfolg international gelingt, müsse eine Marke laut Warschun außerdem eine einheitliche Außendarstellung als globale Marke erreichen.


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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Vertrieb, Versandhandel

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