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Swing Shopper retten den stationären Handel

Zwischen 1980 und 1990 sind die Swing Shopper geboren.
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Viele Verbraucher sind sogenannte Swing Shopper, die sowohl online wie offline einkaufen. Mit einem weiteren Drittel, das traditionelle Ladengeschäfte bevorzugt, dürfte der Untergang des stationären Handels ein Mythos bleiben. So das Ergebnis einer Studie von Bearing Point.

Es gibt eine Zukunft für den stationären Handel. Dies belegt eine Studie des Bearing Point Institute erneut. Diese liegt in der strategischen Verbindung von Ladengeschäften mit digitalen Technologien. Rund 1.000 Konsumenten aus Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Schweden und den USA hat das Forschungsinstitut der Unternehmensberatung dazu befragt.

Mit rund 60 Prozent gehört die Mehrheit der Studienteilnehmer demnach zur Gruppe der sogenannten Swing Shopper. Sie kauft sowohl stationär als auch online ein und setzt sich hauptsächlich aus Pre-Millennials zusammen, die zwischen 1980 und 1990 geboren sind; gerade alt genug, um die analoge Welt kennengelernt zu haben, bevor das Internet groß raus kam.

Shopping wird omnikanal
Ein Drittel der Befragten bevorzugt zum Einkaufen den traditionellen Handel, nur neun Prozent können gut und gerne auf stationäre Läden verzichten, um allein im Internet einzukaufen. Die Zukunft des Einzelhandels bestimmen deshalb die Pre-Milliennials, die digitale Technologien ebenso selbstverständlich nutzen, wie sie in regelmäßigen Abständen Ladengeschäfte aufsuchen. Der Handel müsse diese Zielgruppe auf allen Kanälen gleichermaßen ansprechen, sagt Kay Manke, Partner bei Bearing Point. So schnell wie möglich müssten die Potenziale der neuen Technologien ausgeschöpft und die digitale Welt in das physische Einkaufserlebnis integriert werden.

Ladengeschäft verfügen dann über digitale Showrooms und Verfahren zur Erweiterung von realen Bildern mit computergenierten Informationen. Bei einer derartigen Augmented-Reality-Technologie kann etwa ein Kunde, der eine neue Brille kaufen will, diese nicht nur digital auswählen, sondern auch digital ausprobieren. Dabei zeigt ein Bildschirm sein Gesicht mit der Brille seiner Wahl, als hätte er das Modell tatsächlich an.

Zu analogen und digitalen Einkaufserlebnissen gehört in Zukunft auch das Einkaufen mit mobilen Endgeräten. Die Gewinner unter den Händlern von morgen werden laut Manke demnach diejenigen sein, die alle Kanäle so miteinander verbinden, dass ein integriertes Einkaufserlebnis entsteht. Dabei muss sich dieses Prinzip auch jenseits des Einkaufs fortsetzen und die gesamte Wertschöpfungskette wie Lieferservices und Datenverarbeitung mit einbeziehen. 

Schlagworte zum Thema:  Handel, Versandhandel, E-Commerce, Mobile Commerce, Multichannel

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