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So funktioniert der Handel 2015

Anfassen und gleich mitnehmen - die Argumente für den stationären Handel.
Bild: Haufe Online Redaktion

Zum Einkaufen werden Smartphones erst ab und zu genutzt. Als Einkaufsberater sind sie bereits unersetzlich. So das Ergebnis einer aktuellen Retail-Studie von PwC über die Herausforderungen im Handel. Und: Soziale Medien generieren zwar keine Umsätze, beeinflussen jedoch viele Kaufentscheidungen.

Laden, Smartphone, Social Media – auf der Suche nach dem passenden Produkt gibt es zwischen Kunde und Handel heute diverse Kontaktpunkte. Für Händler stellen diese "disruptiven Faktoren" eine enorme Herausforderung dar. Über das Zusammenspiel von Laden, Smartphone und soziale Medien liefert die Studie „Total Retail 2015“ aktuelle Einblicke.

Demnach tätigt erst ein Viertel der Verbraucher mindestens einmal monatlich einen Kauf via Smartphone oder Tablet. Umso wichtiger sind mobile Geräte jedoch als Einkaufsberater. Sie werden bei der Recherche nach Produkten und zum Vergleichen von Preisen verschiedener Anbieter genutzt.

Der wichtigste Kontaktpunkt bleibt auch in Multichannel-Zeiten das Ladengeschäft. 41 Prozent der befragten Online-Shopper gehen mindestens einmal in der Woche im Laden einkaufen. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) will Produkte vor einem Kauf ansehen, anfassen und ausprobieren; 49 Prozent kaufen deshalb klassisch ein, weil sie das erworbene Produkt sofort mitnehmen möchten.

Dennoch spielen mobile Geräte im gesamten Kaufprozess eine wichtige Rolle: 38 Prozent recherchieren damit, 34 Prozent vergleichen Preise verschiedener Anbieter und jeder Fünfte sucht nach dem passenden Ladengeschäft in der Nähe. Gleiches gilt auch für die Social Media, auch wenn sie bislang nur indirekten Einfluss auf die Umsätze nehmen. Rund die Hälfte (49 Prozent) tauscht sich über soziale Medien mit Händlern oder Marken aus, was letztlich dazu führt, dass sie mehr und häufiger bei ihnen einkaufen. Für den ganzen Rest spielen sie beim Kauf jedoch überhaupt keine Rolle.

Größtes Hemmnis beim Mobile Shopping bleibt für 39 Prozent der Sicherheitsaspekt, 31 Prozent finden die Bildschirme mobiler Endgeräte als zu klein, um komfortabel shoppen zu können.

Für die Studie "Total Retail 2015 – Wie disruptive Faktoren den deutschen Handel herausfordern" hat PwC 1.000 Verbraucher befragt, die mindestens einmal online eingekauft haben. 


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Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Online-Marketing, Social Media, Handel, Mobile Commerce, E-Commerce

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