11.04.2013 | Multichannel

Die Hälfte des stationären Umsatzes wird im Web-Shop vorbereitet

Inspiration und Anregung liefern den Verbrauchern auch die Schaufenster der stationären Ladengeschäfte.
Bild: Haufe Online Redaktion

Channel-Hopping ist nicht mehr neu. Wie stark die Wechselwirkungen zwischen Kanälen sind, zeigt eine neue Studie des ECC Köln. Zentrales Ergebnis: Vor dem Kauf im stationären Laden recherchieren immer mehr Verbraucher in Online-Shops und Suchmaschinen.

Die Studie des ECC Köln „Das Cross-Channel-Verhalten der Konsumenten – Herausforderungen und Chance für den Handel“ in Zusammenarbeit mit Hybris belegt, dass deutsche Konsumenten sich online informieren, bevor sie im Ladengeschäft einkaufen. Dabei recherchieren knapp 58 Prozent direkt im Online-Shop des gewählten Anbieters. In Österreich verfahren sogar 74,4 Prozent der Verbraucher auf diese Weise, während Schweizer neben den Web-Shops (60,2 Prozent) auch Suchmaschinen (51,1 Prozent) nutzen.

Online-Shops gewinnen an Relevanz

Dass Online-Shops im Multichannel-Handel deutlich an Relevanz gewonnen haben, belegt der Vergleich mit einer Vorgängerstudie aus dem Jahr 2011: Damals wurden erst 23 Prozent aller stationären Käufe in Online-Shops vorbereitet. Heute ist es bereits ein Drittel, was etwa der Hälfte aller Umsätze in stationären Geschäften entspricht.

Aber auch umgekehrt funktioniert Multichannel immer besser: Elf Prozent aller Online-Käufe geschehen nach dem Besuch eines stationären Ladens. Vor Katalog-Bestellungen oder Käufen per Smartphone sucht inzwischen die Hälfte der Konsumenten zunächst Informationen in Online-Shops.

Für Aline Eckstein, Bereichsleiterin des ECC Köln, belegen die Studienergebnisse, dass stationäre Händler, die ihren Online-Shop zielgerichtet mit dem Ladengeschäft verzahnen, mit Zusatzumsatz im Internet sowie Kaufimpulsen für das stationäre Geschäft rechnen dürfen. Insbesondere durch die zunehmende Smartphone-Nutzung in den stationären Läden sei eine abgestimmte Cross-Channel-Strategie unabdingbar. Für Michael Hubrich, Country Manager Deutschland bei Hybris, kann eine Omni-Commerce-Strategie nur auf Basis moderner Technologie funktionieren. Eine schnelle Umsetzung und kurze Innovationszyklen seien Pflicht.

Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Handel, Versandhandel, E-Commerce, Multichannel

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