05.05.2015 | Multichannel

Möbelkäufer bevorzugen den stationären Handel

Die Produktpräsentation gelingt dem stationären Handel noch deutlich besser als den Webshops.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wer ein Sofa kauft, will Probe sitzen. Deshalb ist der stationäre Handel deutschen Möbelkäufern wichtiger als das Internet. Dies hat eine Umfrage des Marktforschers Konzept & Markt ergeben. Trotzdem sollten Online-Händler der Konkurrenz nicht das Feld überlassen.

Der Studie „Black Box Online Shopping – Möbel, Wohnaccessoires“ zufolge schätzen Möbelkäufer die Produktpräsentation, die der stationäre Handel liefert. Jene, die online einkaufen, nutzen bevorzugt große Vollsortimenter wie Amazon (58 Prozent) oder Ebay (44 Prozent). 69 Prozent der Online-Käufer sind Frauen, die schwere Produkte wie Regale oder Sofas direkt nach Hause geliefert bekommen möchten. Auf die Fachkompetenz eines geschulten Verkaufspersonals verzichten sie in diesem Fall gerne.

Dr. Ottmar Franzen, Geschäftsführer des Beratungsinstituts Konzept & Markt, rät Händlern dennoch dringend, das Internet nicht den großen Wettbewerbern zu überlassen. Unter den klassischen Möbelhändlern würde bislang allein Ikea das Potenzial des E-Commerce nutzen. Versandkosten und ein schlechtes Preis-Leistungsverhältnis schrecken viele Kunden zusätzlich ab. Zudem vermissen sie aussagekräftige Bilder, die die Vorteile des stationären Handels zumindest teilweise wettmachen könnten. Für 71 Prozent ist die Produktpräsentation das Hauptargument für Ladengeschäfte. Wer Möbel im Internet bestellt, achtet außerdem auf ein angemessenes Preisniveau, attraktive Angebote und die Zahlungsmethoden, die der Händler anbietet. Diese Informationen sollte deshalb bereits die Startseite liefern.

Weiterlesen:

Ladengeschäft bleibt zentrales Standbein für Multichannel-Händler

Kunden wollen Zusammenspiel von offline und online

Fashion-Marken nutzen das Internet zur Förderung des stationären Handels

Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Multichannel, Handel

Aktuell

Meistgelesen