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Direktvertrieb gewinnt an Bedeutung

Wo Ladengeschäfte fehlen, können Verkaufsveranstaltungen für Erlebnisse sorgen.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Daheim statt im Laden - eine Studie des Bundesverbands Direktvertrieb Deutschland (Bdd) in Kooperation mit TNS Infratest belegt, dass Verkaufsveranstaltungen in Zukunft an Bedeutung gewinnen und dem stationären Handel weiter Konkurrenz machen könnten. Dem E-Commerce könne diese Entwicklung jedoch nichts anhaben.

Dass das Internet zu einem wichtigen Einkaufskanal für nahezu alle Produkte des täglichen Lebens geworden ist, bleibt unbestritten. 37 Prozent der Befragten einer Studie über Multichannel-Strategien halten diesen Kanal für aktuell „sehr wichtig oder wichtig“ und prophezeien gleichzeitig einen Bedeutungszuwachs von rund 20 Prozent in den nächsten Jahren. Gleichzeitig wird der Einzelhandel weiter an Attraktivität verlieren. 89 Prozent halten Ladengeschäfte derzeit noch für einen zentralen Einkaufskanal, 27 Prozent sind aber auch der Überzeugung, dass dies nicht länger so bleiben wird.

Neben dem Online-Handel halten die Studienteilnehmer Verkaufsveranstaltungen für einen weiteren Gewinner der aktuellen Entwicklungen und prognostizieren einen Bedeutungszuwachs von 15 (Verkaufsveranstaltungen in der eigenen Wohnung) beziehungsweise 19 Prozent (Verkaufsveranstaltungen bei Freunden). Insgesamt wünscht sich eine Mehrheit von 64 Prozent der Befragten integrierte Vertriebskonzepte mit einer Auswahl verschiedener Einkaufskanäle, denn jeder Kanal berücksichtigt ein anderes Kundenbedürfnis. Während das Internet für "Funktionalität" (58 Prozent), "Zeitersparnis" (66 Prozent) und "Bequemlichkeit" (70 Prozent) steht, kommen direkte Vertriebsformen an, weil sie als "kommunikativ" (54 Prozent), "persönlich" (51 Prozent) und "echt" (53 Prozent) wahrgenommen werden. Besonders ausgeprägt sind diese Einschätzungen übrigens bei Käufern unter 40 Jahren.

Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Multichannel, E-Commerce

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