30.10.2014 | Multichannel

Das sind die Trends im Handel 2015

Tante Emma soll wieder im Kommen sein.
Bild: Corbis

Axis Communications hat die wichtigsten aktuellen Entwicklungen im Handel zusammengefasst. Dieser entwickelt sich demnach "zurück" in Richtung Tante Emmas Zeiten. Denn die individuelle und persönliche Ansprache und Wiedererkennung des Kunden durch den Händler rückt dank digitaler Technik wieder in den Mittelpunkt.

Online- und Offline-Handel verschmelzen
Stationäre Geschäfte und Onlineshops verschmelzen zunehmend zu interaktiven Geschäftsmodellen bzw. Läden. Ziel ist es, dem Kunden im Handel maximalen Komfort und eine gezielte und individualisierte Warenpräsentation und Beratung zu bieten. Getrieben wird diese Entwicklung einerseits durch die rasante Verbreitung und Nutzung von Smartphones und Tablet-PCs und andererseits durch die zunehmende Verschmelzung von Online- und Offline-Welten sowohl im privaten wie auch beruflichen Umfeld. Damit einher geht aber auch ein verändertes Konsum- und Einkaufsverhalten der Verbraucher, die immer mehr Komfort, Zeitersparnis, Flexibilität und individuelle Beratung bei der Auswahl ihrer Waren fordern.

Der Einzelhandel setzt künftig auf integrierte Systeme

Soll der Kunde in Zukunft ganzheitlich über alle Vertriebskanäle betreut werden, bedeutet dies für die Einzelhändler, dass bislang getrennt voneinander existierende Technologien im Online- und Offline-Geschäft zu integrierten Systemen verbunden werden müssen.

Kleineren Läden und größeres Online-Angebot

Verschiedene Studien zeigen, dass der Trend hin zu Läden mit einer kleineren Verkaufsfläche, aber insgesamt größerer Kundennähe geht und parallel die Zahl der Interactive Stores sowie das Online-Angebot des Einzelhandels steigen werden. Das ist nur konsequent, denn die Konsumenten wollen gezielter, aber auch flexibler einkaufen, und das gelingt über ein intelligentes Kategorienmanagement über Online- wie Offline-Kanäle hinweg. Dabei wird der Erfolg von einzelnen Produkten und ihre jeweilige Platzierung sehr viel effizienter evaluiert und die entscheidende Frage beantwortet, ob und welche Produkte der Einzelhändler wie und wo platziert. Gut für den Kunden: Das "lokale" Shopping-Erlebnis bleibt erhalten, er kann sich online informieren und findet vor Ort eine Auswahl seiner Wunschprodukte. Die Herausforderung für die Einzelhändler besteht darin, ihr Angebot kontinuierlich an die sich ändernden Wünsche und Bedürfnisse der Kunden und ihr Kaufverhalten anzupassen. Gerade letzteres nimmt durch die rasante Weiterentwicklung von Features und Apps für Smartphones und Tablet-PCs immer neue Formen an.

Individuelle Kundenansprache und Beratung

Generell gilt: Die Händler müssen ihre Kunden kennen, um diesen das geforderte Einkaufserlebnis bieten zu können. Der Verbraucher wünscht sich auf ihn zugeschnittene Informationen und so muss sich die Warenpräsentation in Geschäften unter anderem dem Geschlecht, Alter und – falls vorhanden – der digitalen Kundenkarte des Konsumenten anpassen. Ein Smartphone-Händler wird bei einer weiblichen Kundin mutmaßlich Aspekte wie Design und Bedienbarkeit in den Vordergrund stellen, während bei männlichen Kunden Themen wie Prozessorstärke und Datenübertragung eher priorisiert werden. Insgesamt steht die Integration von digitalen Medien als Instrumente für die Bereiche Gestaltung, Service und Beratung zunehmend im Mittelpunkt.

Social Cameras im Kommen
So genannte Social Cameras werden in Zukunft immer häufiger im Einzelhandel eingesetzt, damit Kunden ihr Einkaufserlebnis direkt mit anderen Personen via Social Media teilen können. Der Kunde stellt dazu eine Verbindung zur Kamera über einen QR-Code her und erhält einen Live-Videostream auf sein persönliches Smartphone. Diese Bilder können dann auf individuell ausgewählte soziale Netzwerke hochgeladen werden, um Meinungen mit Freunden zu teilen. Freunde können diese Bilder kommentieren, ganz so als wären sie selbst im Geschäft anwesend.

Schlagworte zum Thema:  Handel, Multichannel, E-Commerce

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