| Konjunktur

Stimmung im Mittelstand besser als in Großunternehmen

Gelbe Karte für die Geschäftslage: Die Stimmung in deutschen Unternehmen verschlechtert sich.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der deutsche Mittelstand blickt zwar mit Skepsis in die kommenden sechs Monate, ihre aktuelle Geschäftslage beurteilen sie dennoch optimistisch. Die Stimmung in Großunternehmen befindet sich demgegenüber im Sinkflug. Auch mit der derzeitigen Lage sind die Konzerne unzufrieden.

Laut Kfw-Ifo-Mittelstandsbarometer ist die Stimmung im deutschen Mittelstand gedämpft. Das Geschäftsklima ist im Juli zum fünften Mal in Folge gesunken (Minus 1,2 Zähler) und steht nun auf 9,4 Saldenpunkten. Grund: Die erneut pessimistische Einschätzung für die kommenden sechs Monate. Eine ähnlich schwache Einschätzung lieferte der Mittelstandsbarometer zuletzt im Herbst 2011. Etwas positiver beurteilen die Firmen ihre aktuelle Lage: Der entsprechende Indikator hält sich mit 23,4 Saldenpunkten auf einem stabilen und im historischen Vergleich relativ hohen Niveau.

Anders die Prognosen der Konzerne: Ihre Stimmung befindet sich offenbar im Sinkflug. Nach einem massiven Einbruch im Juni, rutschten die Erwartungen noch einmal um 5,2 Zähler auf -14,6 Saldenpunkte ab. Dabei beurteilen sie selbst die aktuelle Geschäftslage negativer als der Mittelstand. Da Konzerne in hohem Maße von Exporten abhängig sind, spüren sie die Folgen der Eurokrise deutlich mehr als kleinere Unternehmen. Die Regierungen des Euroraums seien weiterhin gefordert, so das Resumée des Kfw-Chefvolkswirts Dr. Norbert Irsch. In nächster Zukunft müssten die deutschen Exporteure jedoch noch mit einer anhaltenden Nachfrageflaute aus den betroffenen Euro-Ländern rechnen.

Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Handel, Mittelstand

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