20.12.2013 | KMU

Viele kleine und mittlere Unternehmen im Ausland aktiv

Selbst Kleinstunternehmen suchen ihr Glück in der Ferne.
Bild: PhotoDisc Inc.

37 Prozent der kleinen und mittleren deutschen Unternehmen waren zwischen 2009 und 2011 auch in ausländischen Märkten unterwegs. Sie suchten neue Umsatzchancen und folgten dem Trend zur Diversifizierung der Märkte. So das Ergebnis einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (Ifm).

Demnach will jedes zweite Unternehmen seine Auslandsaktivitäten in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Neben den Märkten in der EU und im übrigen Europa haben sie auch Regionen wie die USA, Asien sowie China im Blick. Das wenigste Engagement weisen sie in Süd- und Mittelamerika sowie in Afrika, Australien und Ozeanien auf. In vielen Nischenmärkten nehmen deutsche Firmen sogar eine weltweite Spitzenposition ein. Sie sind in erster Linie mit Im- und Exportaktivitäten, aber auch mit dem Angebot von Vertriebs- und Serviceleistungen auf den ausländischen Märkten präsent.

Insgesamt ist der Internationalisierungsgrad deutscher Unternehmen höher als vielfach angenommen: So ist sogar jedes zweite Kleinunternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen zwei und zehn Millionen Euro auf Auslandsmärkten präsent. Großunternehmen seien zwar weiterhin sehr viel stärker im Ausland aktiv, sagt Professor Dr. Friederike Welter, Präsidentin des Ifm, dennoch würden die Kleinen eine Internationalisierung auch außerhalb Europas trotz höherer wirtschaftlicher Risiken nicht scheuen. Selbst zahlreiche Kleinstunternehmen mit weniger als einer Million Jahresumsatz seien laut Warenhandelsstatistik 2011 in der Lage gewesen, Märkte in weit entfernten Regionen zu beliefern.

Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Mittelstand

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