| Interaktiver Handel

Grenzübergreifender Handel nimmt zu

Immerhin: Vereinzelt wagen sich deutsche Händler ins Reich der Mitte.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der interaktive Handel überschreitet die Landesgrenzen. Dabei sind die Waren deutscher Händler nicht nur im deutschsprachigen Ausland gefragt. Einzelne strecken ihre Fühler bis in die USA, Kanada und China aus, wie eine Studie des bvh in Zusammenarbeit mit Deutsche Post DHL ergeben hat.

Fast 90 Prozent der deutschen interaktiven Händler beteiligen sich bereits am sogenannten Cross Border Sale. Von den 10,8 Prozent, die bislang nicht über die Landesgrenzen hinweg verkaufen, planten immerhin 43 Prozent eine Expansion ins Ausland in naher Zukunft, so bvh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.

Zumeist werden die Produkte ins deutschsprachige Ausland verschickt: 84,6 Prozent der Bestellungen kommen aus Österreich, 71,8 Prozent aus der Schweiz. Außerdem verkaufen die im Ausland aktiven Händler an Kunden in Frankreich (56,4 Prozent), den Niederlanden (46,2 Prozent), Belgien (35,9 Prozent) und Großbritannien (33,3 Prozent). Immerhin noch 28,2 Prozent der Waren gehen nach Polen, 25,6 Prozent nach Schweden und jeweils 23,1 Prozent nach Dänemark und Italien. Etwas weniger Käufer (zwischen zwölf und 18 Prozent) liefern auch nach Norwegen, Spanien, Finnland, Russland und Portugal.

Einzelne wagen sich weit weg
Vereinzelt wagen die sich deutsch Händler auch an exotischere Märkte: Immerhin 5,1 Prozent verkaufen in Afrika und Südamerika, in China haben 7,7 Prozent der interaktiven Händler Kunden und in die USA und Kanada liefern 10,3 Prozent. Viele Händler scheuen den Markteintritt in nicht-deutschsprachigen Ländern, nicht nur aufgrund der Sprachbarriere, sondern auch der unterschiedlichen rechtlichen Regularien wegen.

Auf die unterschiedlichen Ansprüche der Kunden in den Zielländern stellen sich nicht alle Händler gleich ein. Immerhin 38,5 Prozent passen ihre Unternehmensstrategie entsprechend an, 50 Prozent ändern das Produktsortiment und 37,5 Prozent bereiten den Markteintritt auch mit einer passenden Marketingstrategie vor. Im Zielland vertrauen 70,6 Prozent auf das Know-how der einheimischen Mitarbeiter anstatt deutsche Kollegen dorthin zu schicken.

Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen (67,5 Prozent) sind auch Schwierigkeiten bei der Versand- (45 Prozent) beziehungsweise Zahlungsabwicklung Gründe für einige Händler, auf eine Expansion ins Ausland zu verzichten. 66,7 Prozent geben zu, nicht ausreichend über ausländische Märkte informiert zu sein, um den Schritt über die Grenze zu wagen.

Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Handel, Versandhandel

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