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E-Commerce treibt Einzelhandelsumsatz

Der Handel muss sich mächtig reinhängen, um gegen die Online-Konkurrenz zu bestehen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der deutsche Einzelhandel könnte in diesem Jahr zum fünften Mal in Folge ein nominales Umsatzplus erzielen. Dies meldet der Handelsverband Deutschland (HDE). Während der E-Commerce weiter zu den Treibern gehört, ist der stationäre Handel in der Defensive.

Der HDE bestätigt seine Umsatzprognose von plus 1,5 Prozent für den Einzelhandel in 2014. Mit einem Umsatzplus von 17 Prozent bleibt dabei der E-Commerce Wachstumstreiber der Branche. Allerdings sind bislang erst 30 Prozent aller stationären Händler im Onlinehandel aktiv.

Im Einzelhandel insgesamt liegt der Online-Anteil mittlerweile bei rund neun Prozent, im Non-Food-Bereich bereits bei etwa 18 Prozent. Die Entwicklung verläuft hier dynamisch vor dem Hintergrund eines insgesamt nur schwach wachsenden Marktes.

Folge sind in vielen Bereichen Umsatzverluste des stationären Handels. Nach HDE-Angaben könnten bis 2020 sogar rund 50.000 Handelsstandorte wegfallen. Insbesondere kleine und mittelständische Händler, die nicht in Genossenschaften oder Verbundgruppen eingebunden sind, könnten sich nach HDE-Einschätzung künftig nur schwer behaupten. Sinkenden Kundenfrequenzen werden bereits jetzt von den Händlern registriert.

Aber auch für den Onlinehandel erwartet der HDE eine Konsolidierung angesichts eines harten Wettbewerbs um Marktanteile und vielfach niedriger Margen.

Schlagworte zum Thema:  Handel, E-Commerce, Versandhandel

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