12.11.2012 | Handel

Was sich Multichannel-Shopper wünschen

Viele Kunden wünschen sich, online bestellte Ware im Laden abholen zu können.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Eine Studie von Netz98 hat ganz klar ergeben, woran es im Multichannel-Handel vor allem hapert: An der Möglichkeit, im Internet bestellte Ware in einer Filiale abholen zu können. Dieses Problem hindert aber die Mehrheit der Befragten nicht daran, auf Multichannel-Einkaufstour zu gehen.

Eine repräsentative Studie von Netz98 und Eresult hat sich mit dem Multichannel-Verhalten der deutschen Internetnutzer beschäftigt. Ergebnis: Mehr als 60 Prozent der 600 Befragten haben in den vergangenen sechs Monaten unterschiedliche Kanäle für die Informationsbeschaffung und für den eigentlichen Kauf genutzt, wobei die Häufigkeit des Online-Shoppings keinen Einfluss auf das Verhalten hatte. Überdurchschnittlich ausgeprägt ist Multichannel-Shopping, wenig überraschend, bei den unter 29-Jährigen. Mit steigendem Alter sinkt der Anteil an Mehrkanal-Käufern. Auch hinsichtlich des Geschlechts ergeben sich relativ eindeutige Werte. Demnach betreiben gut 67 Prozent der Männer und 59 Prozent der Frauen Multichannel-Shopping. Mit diesen Werten im Hinterkopf verwundert es auch nicht, dass nur gut 50 Prozent der Befragten der Ansicht sind, dass der Handel nicht genug Möglichkeiten für diese Art des Einkaufs bietet. Angesichts der allgemeinen Diskussion über das Thema hätte man eine höhere Unzufriedenheit vermuten können.

Was nicht heißt, dass die Kunden keine klaren Vorstellungen von möglichen Verbesserungen haben: Mit Abstand die meisten User wünschen sich, im Internet bestellte Waren offline abholen zu können (65 Prozent). Gut ein Drittel würde sich freuen, wenn die Angebote bzw. Preise online und offline identisch wären. Ebenfalls noch relativ weit oben auf dem Wunschzettel: Filialfinder sowie detailliertere Produktinformationen im Internet.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Handel, Multichannel

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