27.03.2015 | ECC-Studie

Fashion-Marken nutzen Internet zur Förderung des stationären Handels

Fahion-Marken nutzen das Internet gezielt zur Förderung des stationären Handels.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Top-Marken der Fashion-Branche setzten sowohl auf das stationäre Vertriebsnetz als auch auf den Online-Direktvertrieb. So das Ergebnis des ECC-Markenmonitors. Die Marken-Websites werden genutzt, um Konsumenten zum Kauf zu animieren und auf Läden hinzuweisen.

Keine Frage, die Fashion-Branche ist besonders online-affin und gehört zu den Vorreitern des Multikanal-Vertriebs. Der Online-Anteil am Gesamtvolumen der Branche ist zwischen 2008 und 2013 von sechs auf knapp 19 Prozent gewachsen. Die meisten Hersteller nutzen dieses Potenzial und punkten auf ihren Websites mit Service und Inspiration, um die Kunden zum Kauf zu animieren. Das  zeigt der aktuelle ECC-Markenmonitor, der in Zusammenarbeit mit Commerce Connector erstellt wurde. Alle untersuchten Top-Marken, darunter Esprit, Hugo Boss, Tommy Hilfiger, Levi’s und Ralph Lauren, betreiben sowohl einen eigenen Online-Shop und fördern gleichzeitig das stationäre Vertriebsnetz.

Viele Shopper suchen nicht gezielt nach einem bestimmten Artikel. Dies wissen die Händler und nutzen es aus, indem sie die Webseiten so gestalten, dass die Besucher zum Kauf animiert werden. Laut Eva Stüber, Leiterin Research & Consulting am ECC Köln gilt dies für praktisch alle untersuchten Websites.

Auch in puncto Service ist die Fashion-Branche Vorreiter. So bieten alle zehn untersuchten Top-Marken kostenfreie Retouren an, acht halten Größentabellen bereit, damit der passende Artikel leichter gefunden werden kann. Die Hälfte bietet zudem im Kontaktbereich einen Live-Chat mit Servicemitarbeitern an und kommt damit dem Beratungswunsch vieler Konsumenten entgegen.

Im Sinne des Multichannel-Handels mit einheitlichem Kauferlebnis auf allen Kanälen, wird auch das stationäre Vertriebsnetz überdurchschnittlich stark unterstützt. Jede Marke weist im Webshop auf stationäre Geschäfte hin, zudem wurden Cross-Channel-Services etabliert, die es Kunden beispielsweise erlauben, Produkte zu reservieren, Verfügbarkeiten abzufragen oder einen Beratungstermin im Laden zu vereinbaren.


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Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, E-Commerce, Handel, Multichannel, Kundenbindung, Kundenservice

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