05.03.2013 | Versandhandel

Otto meldet höchsten Gewinn seit über einem Jahrzehnt

Investitionen in IT und Sortiment sind geplant.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Es läuft wieder gut für Otto. Die Einzelgesellschaft meldet für das Geschäftsjahr 2012/13 den höchsten Gewinn seit mehr als zehn Jahren. Damit steigt der Gesamtumsatz nach vorläufigem Stand um rund zwei Prozent auf über 2,1 Milliarden Euro. Der E-Commerce-Anteil beträgt rund 80 Prozent.

Mit dem erwirtschafteten Gewinn plant das Unternehmen Investitionen in eine nach eigenen Aussagen breit angelegte Markt- und Markenoffensive. Erste Maßnahmen dazu, darunter Preisanpassungen und die Steigerung der Conversion Rate auf Otto.de durch eine individualisierte Kundenansprache, seien bereits kurz nach Antritt des neuen Managementteams umgesetzt worden.

Mit der moderaten Umsatzsteigerung ist Alexander Birken, Konzernschwerpunkt Multichannel mit Schwerpunkt Distanzhandel, zufrieden. Gemessen an der Entwicklung des Einzelhandels in den Bereichen Bekleidung, Wohnen und Heimtextilien hätte das Unternehmen Marktanteile hinzugewinnen können, womit der Plan mehr als erfüllt sei. Zugunsten der Profitabilitätssteigerung hätte man zunächst sogar mit einer Umsatzabschmelzung gerechnet. Als Kerngeschäft erwirtschaftet Otto rund 17 Prozent des Gesamtumsatzes der Otto Group.

Gesundes Wachstum erwünscht

In den kommenden Jahren sollen weitere Sortiments-, IT- und Technologieprojekte vorangetrieben werden. Geplant sei, so Birken, ein Umsatzwachstum in einem gesunden einstelligen Prozentbereich bei etwa gleich bleibender Profitabilität. Außerdem soll es darum gehen, den Markenauftritt weiter auf den Kern zu konzentrieren. So stehe Otto für Lebensfreude und Mode. Unterstrichen werden soll dies durch die Etablierung weiterer Eigenmarken im Fahionbereich. Derzeit arbeite man bereits an einer Markeninszenierung für die Bade- und Dessousmarke Lascana. Darüber hinaus will das Unternehmen verstärkt auf Kooperationen mit US-Fashionhäusern setzen. Kollektionen wie Vince Camuto oder Jessica Simpson werden dann exklusiv über den Distanzhandel erhältlich sein.

Wie ernst es dem Versandhändler mit diesen Zielen ist, zeigt die Investition eines zusätzlichen zweistelligen Millionenbetrags in eine neue Kampagne, die mit der Agentur Heimat gerade entwickelt wird.

Spätestens im Herbst will Otto außerdem mit einer eigenen E-Commerce-Plattform starten. Aufgrund des enormen Datenvolumens und speziell auf die Marke designten Features sei eine Standardsoftware nicht mehr einsetzbar, so Marc Opelt, Otto-Bereichsvorstand Marke, Service und E-Commerce.

Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Versandhandel, E-Commerce, Marketing

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