27.11.2014 | Handel

Gfk erwartet leicht rückläufiges Weihnachtsgeschäft

An Weihnachten wird es dem Handel warm ums Herz.
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Die Deutschen werden in diesem Jahr durchschnittlich 285 Euro für Geschenke ausgeben. Das entspricht einem Minus von einem Prozent (bzw. drei Euro) im Vergleich zum vergangenen Jahr. Laut einer aktuellen Gfk-Umfrage kann der Handel also mit einem Umsatzvolumen für Geschenke von rund 15 Milliarden Euro im Weihnachtsgeschäft rechnen. Das bedeutet ebenfalls ein leichtes Minus von einem Prozent.

Das Weihnachtsbudget zeigt erwartungsgemäß deutliche Unterschiede je nach Alter und Einkommen. Während junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren durchschnittlich 135 Euro für Geschenke einplanen, steigt die Summe mit zunehmendem Alter bis auf 356 Euro bei den Über-55-Jährigen. Insgesamt werden die Deutschen in etwa das gleiche ausgeben wie im vergangenen Jahr. Die 14- bis 24-Jährigen steigern ihr Budget jedoch um 13 Euro auf 135 Euro. Dafür sinken die Ausgaben der 25- bis 34-Jährigen um 24 Euro auf 230 Euro. Sehr unterschiedlich verteilt ist das Ausgabeverhalten auch über die verschiedenen Einkommensstufen hinweg. So wollen die Verbraucher mit einem Haushaltsnettoeinkommen von bis zu 1.500 Euro mit 179 Euro deutlich weniger ausgeben als im Vorjahr (202 Euro). Wer über ein Haushaltsnettoeinkommen von bis zu 2.500 Euro verfügt, möchte genauso viel Geld für Geschenke aufwenden wie im letzten Jahr (265 Euro). Menschen, die mehr als 2.500 Euro zur Verfügung haben, werden ihr Budget etwas aufstocken.

Bücher, Spielwaren und Bekleidung bleiben die Klassiker

Auch in diesem Jahr werden Bücher am häufigsten unter dem Weihnachtsbaum liegen. Rund 43 Prozent der Deutschen möchten sie an Freunde und Verwandte verschenken. Insgesamt wollen sie dafür 39 Euro ausgegeben. Laut Gfk-Berechnungen ergibt sich daraus ein Umsatzvolumen von 1,12 Milliarden Euro für den Buchhandel. Spielwaren sowie Bekleidung und Accessoires sind in diesem Jahr gleich beliebt. Bei jeweils etwas mehr als einem Drittel der Deutschen stehen solche Geschenke auf der Einkaufsliste. Vor allem die Elterngeneration der 25- bis 44-Jährigen möchte ihrem Nachwuchs mit Spielzeug eine Freude bereiten. Dafür wollen sie durchschnittlich 80 Euro und somit 3 Euro mehr als im vergangenen Jahr ausgeben. Für den Handel ergibt sich daraus ein Umsatzvolumen von 1,74 Milliarden Euro. Bekleidung und Accessoires empfinden alle Altersstufen gleichermaßen als ein passendes Präsent. Die Deutschen wollen dafür durchschnittlich 85 Euro aufwenden. Der Handel kann mit einem Umsatz von 1,86 Milliarden Euro rechnen. Auch Kosmetikartikel und Parfüm stehen in der Beliebtheit sehr weit oben (25 Prozent). Vor allem die 14- bis 24-Jährigen bedenken ihre Lieben gerne damit. Im Durchschnitt geben Sie dafür 53 Euro aus. Für den Handel ergibt sich somit ein Umsatzpotenzial von 867 Millionen Euro.

Gut ein Viertel der Verbraucher wollen in diesem Jahr mit Bargeld oder Gutscheinen die Auswahl auf Nummer sicher gehen. Bargeld verschenkt jeder vierte Deutsche und nimmt dafür durchschnittlich 209 Euro aus seinem Budget. Insgesamt werden die Bargeschenke ein Volumen von 3,4 Milliarden Euro umfassen. Mit fast 50 Prozent greift vor allem die Generation der Über-65-Jährigen zu diesem Geschenk. Gutscheine legen vor allem die Jungen zwischen 14 und 24 Jahren auf den Gabentisch. Durchschnittlich sind hier-für 100 Euro eingeplant – etwas mehr als im letzten Jahr. In Summe kann der Handel mit einem Gutscheinvolumen von 1,75 Milliarden Euro rechnen.

Onlinekauf immer beliebter

Insgesamt wollen mehr als die Hälfte der Deutschen mindestens ein Geschenk im Internet erwerben. In vielen Produktbereichen steigt die Zahl der Personen, die neben dem stationären Handel auch online einkaufen möchten. Spitzenreiter beim Interneteinkauf sind Abos und Veranstaltungstickets. Insgesamt 70 Prozent derjenigen, die solche Geschenke einplanen, beabsichtigen, diese auch im Internet zu kaufen. Den größten Zuwachs verzeichnen CDs, DVDs und Blu-rays mit einem Plus von elf Prozent. Spiele für Konsolen oder PCs wollen 10 Prozent mehr und somit 65 Prozent auch online erwerben. Lediglich Computer, Notebooks und Tablets (-3 Prozent auf 54 Prozent) sowie Schmuck und Uhren (-3 Prozent auf 26 Prozent) kaufen die Deutschen häufiger im stationären Handel als vergangenes Jahr.

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Schlagworte zum Thema:  Handel, E-Commerce, Versandhandel

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