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Gedämpfte Erwartungen im B2B-E-Commerce

Der B2B-E-Commerce wird nicht mehr nur rosarot gesehen.
Bild: Stockbyte

Auch wenn die Stimmung wieder besser ist als zuletzt: Der Hype um den B2B-E-Commerce scheint sich auf ein "normales" Maß einzupendeln.

Laut "B2B E-Commerce Konjunkturindex" von Intellishop und ECC Köln beurteilten im März/April wieder mehr Unternehmen als zuletzt ihre aktuellen E-Commerce-Umsätze als "eher positiv" bzw. "sehr positiv". Ihr Anteil stieg von 52 auf 57 Prozent. Dennoch werden die Werte des zweiten Halbjahres 2014 nicht mehr erreicht. Und das, obwohl sich die Gesamtumsätze der Unternehmen deutlich positiver entwickelt haben: Im März/April beurteilten fast 60 Prozent der Firmen ihre Gesamtumsätze als "eher positivt" bzw. "sehr positiv". Im Januar/Februar lag dieser Anteil bei lediglich 37 Prozent.

Bei den Wachstumsprognosen sieht es ähnlich aus: 55 Prozent der Befragten erwarten, dass sich ihre E-Commerce-Umsätze in den kommenden zwölf Monaten "leicht verbessern" oder "stark verbessern". In den Monaten davor lag dieser Anteil noch um 25 Prozentpunkte höher. So pessimistisch waren die Aussichten im gesamten Vorjahreszeitraum nicht. Gleichzeitig bleiben die Wachstumsaussichten, was den Gesamtumsatz angeht, relativ stabil.

Amazon wird unterschätzt

Die Studienautoren baten die Befragten außerdem um eine Einschätzung zu Online-Marktplätzen im B2B-Bereich. Das Stimmungsbild ist klar: Knapp 70 Prozent der Befragten schätzen die Risiken, die mit Online-Marktplätzen verbunden sind, höher ein als deren Chancen. Jeder Dritte sieht in B2B-Marktplätzen sogar eine Kannibalisierung des Vertriebs über qualifizierte Händler und Verkaufsberater. Amazon Business wird dagegen nicht so negativ wie Marktplätze allgemein beurteilt. Die Mehrheit der Befragten glaubt nicht, dass ein Erfolg von Amazon Business sich zu Lasten der Händler und Hersteller auswirkt oder dies den B2B-Handel nachhaltig verändert.

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