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Deutsche wollen mehr für Weihnachtsgeschenke ausgeben

In der Adventszeit zieht es die Kunden vor allem in Fachmärkte und -geschäfte.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Deutschen wollen in diesem Jahr für Weihnachtsgeschenke durchschnittlich 230 Euro ausgeben. Das sind 17 Euro mehr als im Vorjahr, wie aus einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht.

Am liebsten shoppen die Deutschen vor Weihnachten in Fachmärkten und Fachgeschäften: Dorthin fließt über die Hälfte des Budgets. Auf Zuwachsraten können sich - wenig überraschend - auch Online-Händler einstellen, während den Warenhäusern und Discountern leicht rückläufige Umsätze drohen. Vor allem jüngere Verbraucher schätzen den Online-Handel: Sie geben 30 Prozent ihres Weihnachtsbudgets im Internet aus – im Durchschnitt aller Verbraucher liegt der Online-Anteil bei 19 Prozent. Besonders spendabel sind die Verbraucher in Hessen (durchschnittlich 254 Euro). In Baden-Württemberg sind die Befragten eher zurückhaltend (211 Euro).

Doch mehr Geld führt nicht zu mehr Originalität: Erstmals führen Geldgeschenke und Gutscheine das Ranking der beliebtesten Geschenke an: 60 Prozent der Befragten wollen Bares oder Gutscheine verschenken (Vorjahr: 53 Prozent). Doch auch Bücher sind weiterhin beliebte Präsente: 57 Prozent der Befragten wollen welche verschenken. Die Ausgaben dafür sind allerdings leicht rückläufig: Statt 26 Euro sollen nur noch 24 Euro in Bücher investiert werden. Auch Kleidung und Süßigkeiten (46 beziehungsweise 42 Prozent) landen häufig unter dem Tannenbaum.

Beim Weihnachtsbummel achten die Verbraucher vor allem auf Qualität (81 Prozent) und Funktionalität (69 Prozent). Nachhaltigkeitskriterien haben gegenüber dem Vorjahr hingegen an Bedeutung verloren. Auf die Herkunft eines Produktes achten nur noch 41 Prozent der Befragten, im Vorjahr waren es 43 Prozent. Umweltschutz ist nur noch für 39 Prozent der Verbraucher beim Geschenkkauf wichtig, 2011 lag der Anteil bei 45 Prozent. Auf Gütesiegel achten nur noch 39 Prozent (Vorjahr: 46 Prozent).

Basis der Studie ist eine repräsentative Umfrage unter 2.000 Verbrauchern in Deutschland.

Schlagworte zum Thema:  Handel, Multichannel, E-Commerce, Vertrieb

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