24.11.2014 | Handel

Das Wachstum des E-Commerce ist endlich

Bis zum Jahr 2020 soll der E-Commerce ein Sättiungsniveau erreicht haben.
Bild: PhotoDisc Inc.

Das Beratungsunternehmen Kurt Salmon hat zusammen mit dem Handelsverband Deutschland (HDE) die Zukunft des Handels untersucht. Ergebnis: Die Rollen sind zwischen den Kanälen bislang klar verteilt. Und: Der E-Commerce wird nach Ansicht der Handelsmanager nicht ewig weiter wachsen.

Obwohl die Befragten von einem weiteren deutlichen Anstieg des Umsatzes über Internet und Mobile ausgehen - zu Lasten von Print/Katalog -, erwarten 64 Prozent der Handelsmanager, dass der Onlinehandel bis zum Jahr 2020 ein Sättigungsniveau erreichen und nicht weiter wachsen wird. Der Umsatzanteil von Online soll dann zwischen 20 und maximal 30 Prozent liegen. 

Derzeit werden noch deutlich mehr als 80 Prozent der Umsätze stationär erzielt, und nur elf über Internet und Mobile, wobei die Anteile je nach Sparte leicht variieren.

Für die Befragten ist das Angebot einer maximalen Auswahl die wichtigste Rolle des E-Commerce. Ebenfalls viel Zustimmung erfuhren in der Umfrage die Aspekte Öffnungszeiten und Erreichbarkeit sowie die Vorbereitung stationärer Käufe. Auf Platz vier rangiert dann schon das Angebot von Nischenprodukten als Long Tail. Individuell optimierte Empfehlungen werden überraschenderweise als vergleichsweise unwichtig eingeschätzt.

Die stationären Läden wiederum sollen vor allem Marken und Produkte erlebbar machen. Außerdem wichtig: Spontankäufe anregen und Stöbern in kuratierten Sortimenten ermöglichen. Der Verkauf beratungsintensiver Produkte wird ebenfalls als eine Hauptaufgabe angesehen.


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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Handel, Versandhandel, Mobile Commerce

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