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55 Milliarden Euro an offenen Forderungen

Bei offenen Forderungen im Handel hilft das Inkassounternehmen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Bereits die Wahl der Zahlungsverfahren kann Schutz vor Zahlungsausfällen bieten, doch manchmal hilft Online- und Versandhändlern nur der Gang zum Inkassobüro. 55 Milliarden Euro halten Inkassounternehmen derzeit an offenen Forderungen, so eine aktuelle Studie des Bundesverbands BDIU.

Laut Branchenstudie des Bundesverbands deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) beträgt die durchschnittliche Forderungshöhe 646 Euro. Im außergerichtlichen Bereich ist die Arbeit von Inkassounternehmen besonders wichtig, nämlich dann, wenn die kaufmännisch angemahnten Forderungen juristisch unbestritten sind. Händler erhalten durch die Unternehmen schnell und effizient ihre Forderungen und die Gerichte werden entlastet. Jedes Jahr bearbeiten die Inkassobüros 18,8 Millionen außergerichtliche Mahnungen, in über 80 Prozent erfolgt eine Klärung. Inkassounternehmen entlasten die Gerichte damit jährlich um etwa 15 Millionen Forderungsangelegenheiten.

Dabei geht es durchaus um hohe Summen: Mehr als die Hälfte der bearbeiteten Forderungen liegen bei über 900 Euro, ein Viertel über 10 000 Euro. Gerade kleine Versandhandelsunternehmen und Online-Händler sind bei solchen Summen auf eine zügige Begleichung der Forderungen angewiesen. Die häufigsten Kunden der Inkassounternehmen sind Handwerker (65 Prozent), gefolgt vom Gesundheitswesen (54 Prozent), dem Einzelhandel (47 Prozent), dem Versandhandel (46 Prozent) sowie dem Groß- und Außenhandel (45 Prozent).

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Versandhandel, Inkasso, Payment, Handel

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