| Gfk-Konsumklima

Deutsche geben auch 2013 wieder mehr aus

Der Handel richtet sein Augenmerk immer stärker auf das Internet.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Einer Prognose der Gfk zufolge werden die Ausgaben der Deutschen in diesem Jahr real um ein Prozent steigen. Der Handel darf demnach mit moderaten Zuwächsen rechnen, vor allem online. Eine zentrale Rolle spielt die positive Lage am Arbeitsmarkt.

Angesichts der entspannten Lage am Arbeitsmarkt gehen die Deutschen davon aus, dass ihre Einkommen in nächster Zeit steigen werden. Alle Indikatoren des Gfk-Konsumklimas weisen deshalb zu Beginn des Jahres nach oben. Viele Verbraucher planen große Anschaffungen wie beispielsweise Immobilien. Während die Immobilienbranche boomt, wächst der deutsche Handel moderat. Den Berechnungen der Gfk zufolge, wuchsen die Umsätze der Lebensmittelhändler und Drogeriemärkte 2012 nominal um 2,2 Prozent auf 160 Milliarden Euro. Gewinner waren die Lebensmittelvollsortimenter, die ihren Umsatz um 4,7 Prozent steigerten. Eine stabile Entwicklung war mit einem Plus von 2,4 Prozent auch bei den Discountern festzustellen. Zu verdanken ist das Wachstum jedoch den gestiegenen Preisen, die verkaufte Menge ging hingegen weiter zurück. Für 2013 rechnen Lebensmittelhandel und Drogeriemärkte mit einer nominalen Umsatzsteigerung von 1,5 Prozent.

Gewinner ist der Online-Handel

150 Milliarden Euro erzielte der Non-Food-Handel im letzten Jahr. Dies entspricht einem Umsatzplus von einem Prozent. Während der Elektrohandel mit 2,8 Prozent überdurchschnittlich wuchs, gelang dem Textilsektor lediglich ein Plus ein 1,6 Prozent. Deutlicher Gewinner war erneut der Online-Handel mit einer Steigerung von 14 Prozent auf knapp 24 Milliarden Euro im Non-Food-Bereich. Für das Jahr 2013 erwartet die Gfk allerdings eine leichte Abschwächung der Wachstumsrate.

Die Aussichten für die Weltwirtschaft sind hingegen auch in diesem Jahr nicht die besten. Für die Europäische Union erwartet das Statistische Bundesamt eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von 0,4 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte es einen Rückgang von 0,3 Prozent gegeben. Die anhaltende Rezession scheint damit zunächst überwunden und die deutschen Exporte innerhalb Europas werden sich voraussichtlich nicht weiter abschwächen.

Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Marktforschung, E-Commerce, Handel

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