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Deutsche erhöhen erneut ihre Weihnachtsbudgets

Viel zu tun für den Weihnachtsmann: Es werden wieder mehr Geschenke unter den Weihnachtsbäumen liegen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Zu den Dauerbrennern unterm Weihnachtsbaum gehören auch in diesem Jahr wieder Bücher, Spiele und Bekleidung. Mit einem Betrag von durchschnittlich 285 Euro pro Person geben die Bundesbürger einer Gfk-Analyse zufolge neun Prozent mehr für Geschenke aus als im Vorjahr.

Insgesamt kann der Einzelhandel demzufolge mit Umsätzen in Höhe von 14,9 Milliarden Euro für Weihnachtsgeschenke rechnen, ebenfalls ein Plus von etwa neun Prozent. Hinzu kommen Bargeschenke in Höhe von 3,4 Milliarden Euro, die dem Handel in den Tagen nach Weihnachten noch einmal zusätzlichen Umsatz einbringen sollten.

Das Geld fließt zumeist in Bücher (44 Prozent, 1,14 Millionen Umsatzvolumen), Spielwaren (36 Prozent, 1,75 Milliarden Umsatzvolumen) und Bekleidung sowie Accessoires (1,95 Milliarden). Gerne verschenkt werden außerdem Kosmetikartikel und Parfum. 19 Prozent wollen zudem CDs, DVDs und Blu-rays verschenken und mit 35 Euro genauso viel ausgeben wie 2011. Beliebt sind sie vor allem bei der jungen Generation. Insgesamt steigt das Umsatzvolumen dadurch von 403 auf 426 Millionen Euro. Zu den beliebtesten Geschenken gehören außerdem Schmuck und Uhren (15 Prozent), dahinter folgen Abos und Veranstaltungstickets (13 Prozent).

Budgets variieren nach Alter und Einkommen

Zwar wird 2012 insgesamt mehr ausgegeben als in den vergangenen Jahren (plus 24 Euro pro Person), die tatsächlichen Budgets hängen jedoch stark ab von Alter und Einkommen. Während 14- bis 24-Jährige 136 Euro für Geschenke verplanen, steigt die Summe mit zunehmendem Alter an. Der Durchschnittbürger über 55 Jahren investiert im Schnitt 349 Euro in Verwandte und Freunde.

Eine Änderung zeigt sich beim Vergleich zwischen Ost und West: Noch im letzten Jahr gaben die Ostdeutschen rund 20 Euro weniger aus als die Westdeutschen, in diesem Jahr verplanen sie mit durchschnittlich 286 Euro sogar zwei Euro mehr.

Auf Nummer sicher

Knapp ein Viertel der Deutschen geht beim Schenken auf Nummer sicher und legt Bargeld unter den Tannenbaum. Mit 40 Prozent bevorzugt vor allem die ältere Generation über 65 Jahren diese Geschenkform. Unentschlossene 14- bis 34-Jährige entscheiden sich hingegen für die Variante Gutschein. Laut GfK-Analyse kann der Handel mit einem Gutscheinvolumen von knapp 1,34 Milliarden Euro rechnen.

Weniger verschenkt als in den vergangenen Jahren werden Lebensmittel und Getränke. Mit 40 Prozent entscheiden sich vor allem junge Menschen unter 25 Jahren für Pralinen und Wein. Dafür geben sie im Schnitt 22 Euro aus. Für den Handel ergibt sich insgesamt ein Volumen von 514 Millionen Euro, 119 Millionen weniger als im vergangenen Jahr.

Internet statt Fußgängerzone

Während sich bei den Geschenken im Vergleich zum letzten Weihnachten wenig geändert hat, hat sich die Wahl des Einkaufskanals weiter Richtung Online verschoben. Die Zahl der Personen, die neben den Fußgängerzonen auch Webshops besuchen möchten, steigt in praktisch allen Produktbereichen. Zu den Top 10 im E-Commerce gehören Abos und Veranstaltungstickets (67 Prozent), Software (61 Prozent), CDs, DVDs sowie Blu-rays (54 Prozent), Unterhaltungselektronik (47 Prozent) und Bücher (44 Prozent).

Für die Studie "Weihnachtsgeschäft 2012" hat die Gfk knapp 4.000 Personen im Altern zwischen 14 und 65 Jahren befragt.

Schlagworte zum Thema:  Handel, E-Commerce, Marktforschung

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