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E-Commerce bleibt Wachstumstreiber Nummer eins

Wachstum im Handel kommt vor allem aus dem E-Commerce.
Bild: MEV-Verlag, Germany

E-Commerce ist und bleibt der Wachstumstreiber des deutschen Einzelhandels. Laut aktuellem IFH-Branchenreport „Internethandel“ werden beinahe drei Viertel des Marktvolumens dabei von Anbietern erwirtschaftet, deren Ursprung nicht im klassischen Versandhandel liegt.

Demnach wuchs der E-Commerce mit Konsumgütern im vergangenen Jahr um 19,5 Prozent. Insgesamt 27,6 Milliarden Euro wurden im Internet erwirtschaftet. Fast drei Viertel des Marktvolumens entfällt dabei auf sogenannte Internet-Pure-Player, Händler die ursprünglich nicht aus dem klassischen Versandhandel kommen; aber auch Katalogversender tragen maßgeblich zum Wachstum bei.

Mit einem Anteil von rund 27 Prozent sind Mode und Accessoires der Renner im Online-Handel. Die wichtigsten Impulsgeber sind dabei die bekannten großen Fashionlabels sowie reine Online-Händler wie Zalando. Nachholbedarf zeigt sich in den Bereichen Consumer Electronics, Heimwerken und Garten sowie Wohnen und Einrichten. Insbesondere stationären Handelsketten fällt es offenbar schwer, sich auf den Internethandel einzustellen.

Dabei sind gerade Multi-Channel-Effekte für den stationären Handel enorm wichtig. Verschiedene Studien (zum Beispiel vom ECC Handel) Han konnten die informationsbezogenen Wechselwirkungen zwischen Ladengeschäften und Onlineshops bereits belegen. Demnach profitiert der stationäre Handel von Kunden, die sich zunächst online informieren, um schließlich im Ladengeschäft zu kaufen. Diese Online-Offline-Wechselwirkungen lösten im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 16 Milliarden Euro aus, wovon der größte Teil aus Käufen im stationären Handel generiert wird. Viereinhalb Milliarden Euro entfallen dabei auf Smartphones – Tendenz steigend.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Handel, Versandhandel

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