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E-Commerce treibt Versandhandelsumsätze in die Höhe

Der Bvh korrigiert seine Prognose für das Gesamtjahr nach oben.
Bild: Haufe Online Redaktion

Im dritten Quartal 2012 setzten Online- und Versandhändler laut einer Prognose des Bvh insgesamt 9,19 Milliarden Euro um. Damit wäre es das bislang stärkste Quartal für den Interaktiven Handel. Mit einem Plus von 26,5 Prozent verdankt die Branche das gute Ergebnis erneut dem E-Commerce.

Schon das erste Halbjahr war für den Interaktiven Handel eine umsatzstarke Zeit.  Das dritte Quartal kann das gute Ergebnis des ersten Halbjahres jedoch noch einmal übertreffen. 6,745 Milliarden Euro entfallen dabei allein auf den Bereich E-Commerce, was einem Anteil von immerhin 73,4 Prozent entspricht. Berücksichtigt man zusätzlich alle digitalen Dienstleistungen wie Computersoftware, elektronische Tickets, Reisen sowie Klingeltöne, Musikdateien und Apps, kommen noch einmal 2,65 Milliarden Euro hinzu.

Prognosen nach oben korrigiert

Nach aktuellen Hochrechnungen liegt der reine E-Commerce-Anteil bei 27,5 Milliarden Euro, ein Plus von 26,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil am gesamten Interaktiven Handel liegt bei etwa 72 Prozent. Die ursprünglichen Prognosen des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (Bvh) wurde somit nach oben korrigiert, denn zunächst gingen die Experten von einem Umsatz von 25,3 Milliarden für das gesamten Jahr aus (plus 16,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Demzufolge hat der klassische Versandhandel in der korrigierten Prognose rund 700 Millionen Euro eingebüßt, der Bereich E-Commerce das Gesamtergebnis aber noch einmal herausgerissen.

Die umsatzstärksten Warengruppen waren Bekleidung, Textil und Schuhe. Mit diesen Produkten wurden 3,23 Milliarden Euro umgesetzt. Danach folgen Bücher, Bild- und Tonträger (930 Millionen Euro), Unterhaltungselektronik und Elektronikartikel (930 Millionen Euro), Computer- und –zubehör (630 Millionen Euro) sowie Hobby-, Sammel- und Freizeitartikel (550 Millionen Euro).

Die größten Umsatzsteigerungen erzielte die Telekommunikationsbranche (plus 116,2 Prozent), Haushaltswaren und –kleinartikel (plus 54,4 Prozent) und Lebensmittel (plus 53,2 Prozent).

Schlagworte zum Thema:  Versandhandel, E-Commerce

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