06.11.2013 | E-Commerce

Jeder dritte Händler hat noch keinen Webshop

Noch immer können Kunden einiger Händler ihre Kreditkarte ausschließlich im Ladengeschäft zücken.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Jedes Jahr steigen die Umsätze im Online-Handel. Trotzdem verzichtet jeder dritte Händler auf einen eigenen Webshop, jeder sechste vertreibt sein Angebot ausschließlich über den stationären Handel. So das zentrale Ergebnis der Studie "Online-Dialogmarketing im Retail 2016" von Artegic. Heraus kam auch, dass an Mobile kein Weg mehr vorbei führt.

Mehr als die Hälfte der Verbraucher nutzt mittlerweile den Vertriebskanal Internet. Trotzdem besitzt noch immer jeder dritte Händler keinen eigenen Online-Shop und jeder sechste ist überhaupt nicht im Internet vertreten. Immerhin jeder Zweite hat eine Präsenz auf Facebook. Über die Hälfte der Unternehmen geht aber auch davon aus, dass die Entwicklung in Richtung Online nicht mehr aufzuhalten ist und im Mobile Commerce ähnliche Umsätze wie im E-Commerce erzielt werden können.

Zwei Drittel der befragten Händler erwirtschaften mehr als 25 Prozent ihres Gesamtumsatzes online, am stationären Laden als fester Bestandteil im Kanalmix wird dies natürlich nichts ändern. Wichtig bleibt außerdem der Katalog. 36 Prozent der Händler bieten ihn ihren Kunden weiterhin an.

Mobile Marketing muss sein

Bei der Kommunikation wird aber primär aufs Internet gesetzt und zwar ganz gleich, ob Händler im eigenen Online-Shop, via Plattformen wie Ebay oder Amazon, den stationären Handel oder Kataloge verkaufen. Die große Mehrheit (80 Prozent) betreibt E-Mail-Marketing oder will in Zukunft auf diese Weise werben. Facebook-Werbung planen zwei Drittel der Befragten. Über ein Drittel der Befragten (34,8 Prozent) nutzt Mobile Marketing, ein weiteres Drittel plant den Einsatz. Die Mehrheit (69,8 Prozent) sieht darin ein wichtiges Multichannel-Instrument, das zwar in erster Linie den E-Commerce, aber letztendlich auch den stationären Handel voranbringt. Unter jenen Unternehmen, die bereits heute Mobile Marketing betreiben, gehen sogar 84,5 Prozent davon aus, dass Händler ohne mobilfähigen Shop langfristig Kunden verlieren werden. Das meist genutzte Mobile-Marketing-Instrument ist E-Mail-Marketing (68 Prozent) gefolgt von QR-Codes (62,9 Prozent) und Mobile-Apps (57,7 Prozent). Das Schlusslicht bildet Mobile Advertising mit mageren 18,6 Prozent.

Noch kaum im Visier der werbenden Unternehmen ist hingegen das Bilderteilnetzwerk Pinterest. Bei aktuell 864.000 Nutzern bietet es Händlern mit gutem Bildmaterial gute Werbemöglichkeiten ohne zusätzliche Kosten. Nur 17 Prozent setzen bislang auf dieses Netzwerk, jeder sechste hat noch nie davon gehört.

Für die Studie hat Artegic 662 Handelsunternehmen online befragt.

Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Versandhandel, E-Commerce, Social Media, Online-Marketing

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