07.07.2014 | E-Commerce

Internationaler Versandhandel läuft nur schleppend

Österreich ist der wichtigste Auslandsmarkt für deutsche Versandhändler.
Bild: Bernd Deschauer ⁄

Obwohl schon relativ viele deutsche Versandhändler ins Ausland liefern, ist der Anteil am Gesamtvolumen noch gering. Deshalb sind die Händler auch noch unentschieden, was ihre weitere Strategie anbelangt. Dies geht aus einer Umfrage des Handels- und Logistikdienstleisters Hermes hervor.

Die große Mehrheit der deutschen Versandhändler ist bereits international ausgerichtet. Rund 79 Prozent haben in den letzten 12 Monaten Waren ins Ausland versendet. Am häufigsten beliefert wurden Empfänger in Österreich (87 Prozent), in der Schweiz (41 Prozent) sowie in Frankreich (28 Prozent). Die Benelux-Länder beliefern 26 Prozent der befragten Händler, Italien 21 Prozent.  Bezogen auf das gesamte Versandvolumen ist die Menge internationaler Sendungen jedoch noch gering. Bei 48 Prozent der Befragten lag der Auslandsanteil in den letzten 12 Monaten bei maximal zehn Prozent der Gesamtmenge. Nur in knapp fünf Prozent der Fälle lag er bei mehr als 50 Prozent des Versandvolumens.

Einen weiteren Ausbau des internationalen Geschäfts planen derzeit 40 Prozent der Versandhändler, fast ebenso viele (35 Prozent) haben eine solche Expansion nicht auf der Agenda. 25 Prozent sind noch unentschieden, ob sie weitere Schritte in diese Richtung unternehmen sollen.

Die Versandkosten sind für gut 70 Prozent der Händler die größte Hürde für einen Start ins Auslandsgeschäft, gefolgt von Zollgebühren, die beim Versand in Nicht-EU-Mitgliedsstaaten anfallen (42 Prozent). Auf Rang 3 wurden von jeweils gut einem Viertel der Befragten gleich zwei potenzielle Hindernisse genannt: Einerseits erscheint vielen Händlern das Retourenhandling beim internationalen Versand zu komplex. Andererseits fürchten Shopbetreiber länderspezifische Besonderheiten, etwa bei Versand und Payment.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Versandhandel, Vertrieb, Direktmarketing

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