17.02.2016 | E-Commerce

Interaktiver Handel entwickelt sich weiter positiv

Mit Bekleidung wurden erstmals mehr als 10 Milliarden Euro umgesetzt.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Im Online- bzw. Versandhandel wurden im Jahr 2015 insgesamt 65,34 Milliarden Euro umgesetzt. Diese Zahlen legte der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (Bevh) vor.

So kauften die deutschen Konsumenten im vergangenen Jahr Waren im Wert von 52,37 Milliarden Euro und digitale Dienstleistungen im Wert von 12,97 Milliarden Euro, den Großteil davon via Internet. Vom Umsatz mit Waren entfallen nämlich 46,9 Milliarden Euro auf den Onlinehandel, der somit einen Anteil von fast 90 Prozent am Gesamtumsatz des interaktiven Handels ausmacht. Damit wuchs der Onlinehandel mit Waren im Jahr 2015 um 12 Prozent - und liegt wieder deutlich über dem Wachstum des gesamten Einzelhandels.

Bekleidung ist dabei nach wie vor die mit Abstand beliebteste Kategorie, mit einem Umsatz im E-Commerce von 10.016 Millionen Euro (2014: 8.497 Millionen Euro; plus 18 Prozent). Auf Platz zwei folgen mit einem Umsatz von 7.554 Millionen Euro die Elektronikartikel und Telekommunikation (2014: 5.678 Mio. Euro; plus 33 Prozent). In der drittstärksten Kategorie gab es hingegen ein Minus von acht Prozent. Bücher und Ebooks kamen auf einen Umsatz von 3.613 Millionen Euro (2014: 3.929 Millionen Euro).

Ähnlich wie dem Sortiment Bücher ergeht es der Warengruppe Bild- und Tonträger/Video- und Musicfiles mit Umsätzen von 1.824 Millionen Euro (2014: 2.279 Millionen Euro; minus 20 Prozent).

Die Hoffnungsträger im E-Commerce

Die Kategorie Möbel, Lampen und Dekoration hat mit einem Umsatz von 2.674 Millionen Euro (2014: 2.316 Millionen Euro; plus 15 Prozent) ihr prophezeites Wachstumspotenzial ausgespielt. Zugelegt hat auch die Warengruppe Lebensmittel mit einem Umsatzvolumen von 736 Millionen Euro (2014: 618 Millionen Euro; plus 19 Prozent). Das größte Wachstum verzeichnete das Warensegment Tierbedarf mit einem Umsatz von 842 Millionen Euro (2014: 485 Millionen Euro; plus 74 Prozent).

Ein gutes Konsumklima und außerordentliches Innovationspotential begleiten die Branche des Online- und Versandhandels auch im Jahr 2016. Konservativ geschätzt geht der Bevh von einem Plus von vier Prozent auf 54,5 Milliarden Euro im Interaktiven Handel und einem Plus von 12 Prozent auf 52,5 Milliarden Euro im E-Commerce aus.

Weiterlesen:

Beliebt, aber ungeliebt: Amazon polarisiert

So shoppen die Deutschen im Web

Was bei Produktfotos in Onlineshops beachtet werden muss

US-Onlinehandel könnte bis 2020 523 Milliarden Dollar umsetzen

Customer Care

Welche Rolle spielt der Kundenservice wirklich?

Fast jedes Unternehmen schreibt sich Kundenorientierung auf die Fahnen, doch gerade im Service ist das nicht selten ein Lippenbekenntnis. Der Kunde erwartet hingegen an jedem Touchpoint ein Erlebnis.
Zur Umfrage

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Versandhandel, Online-Marketing

Aktuell

Meistgelesen