12.09.2012 | E-Commerce

Händler unterschätzen Kosten einer Shop-Einführung

Die laufenden Kosten können Shop-Betreibern ganz schön zusetzen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Immer mehr Händler setzen auf den Vertriebskanal Internet. Dabei unterschätzen sie gerne die Kosten der Shop-Einführung, wie eine Erhebung des ECC Handel in Zusammenarbeit mit Xsite ergeben hat. So sind beispielsweise kostenfreie Open-Source-Lösungen teurer als angenommen.

Immerhin jeder vierte Online-Händler unterschätzt die Kosten für die Einführung einer Shop-Lösung. Hinzu kommen dann noch die laufenden Kosten während des Betriebs. Wie die Studie belegt, spielt der Preis für die meisten zunächst eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger sind hingegen die angebotenen Funktionalitäten und die Möglichkeit, den Shop erweitern und flexibel gestalten zu können. Etwa die Hälfte der Befragten setzt daher auf zukunftsfähige Systeme. Überraschend: Obwohl bereits mehr als jeder Dritte das Shopsystem schon einmal gewechselt hat, achten lediglich 17,3 Prozent bei der Anschaffung auf eine Import-/Export-Funktion, die die Übertragung von Kunden- und Bestelldaten ermöglicht.

Jeder Vierte irrt sich
Viele Händler entscheiden sich für Open-Source-Lösungen, ihrer freien Verfügbarkeit wegen. Allerdings entpuppen sich diese oft als die teurere Variante: 14,3 Prozent der Befragten rechneten zunächst mit Kosten von über 25.000 Euro. Zum Vergleich: 80 Prozent der Händler, die auf eine individuelle Shop-Lösung setzen, erwarten Kosten von rund 5.000 Euro. Insgesamt lagen schließlich bei jedem Vierten die Ausgaben für die Implementierung über den Schätzkosten. Zu den Gründen zählen neben der Systemintegration selbst auch fehlendes Know-how und zusätzlicher Personalaufwand.

Auf Kostentransparenz achten
Neben den Fixkosten für die Anschaffung, kommen Betriebskosten auf die Händler zu. Kostentreiber Nummer eins sind dabei Marketingausgaben. 44,4 Prozent nennen sie als größten Block unter den laufenden Kosten. Weit oben auf der Liste stehen Ausgaben für Suchmaschinenmarketing und –optimierung, dahinter folgen Redaktion und Content-Pflege (78,4 Prozent), laufende Kosten für das Shopsystem (70,3 Prozent) sowie Kosten, die während der Kaufabwicklung entstehen (62,3 Prozent). Christoph Heiders, Xsite-Marketing-Director, empfiehlt Shop-Betreibern daher bei der Auswahl eines Dienstleisters auf eine transparente Kostenstruktur zu achten.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Vertrieb, Versandhandel, Marketing

Aktuell

Meistgelesen