20.01.2014 | E-Commerce

Deutschland nicht Export-Weltmeister

In Sachen Export von online verkauften Waren muss Deutschland deutlich aufholen, wenn es den E-Commerce-Weltmeister Großbritannien einholen möchte.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Deutschland liegt im E-Commerce in Sachen Export auf Platz 3. Die USA und vor allem Großbritannien liegen deutlich vorn.

Großbritannien hat im Jahr 2013 einen Handelsbilanzüberschuss von fast einer Milliarde US-Dollar erwirtschaftet – beim Im- und Export von online gehandelten Waren. Die USA landen mit einen Plus von 180 Millionen Dollar auf Platz 2. Deutschland folgt mit 35 Millionen auf dem dritten Rang.  Diese Zahlen nennt die Untersuchung „The Global Retail E-mpire“, die die Unternehmensberatung OC&C gemeinsam mit Google für sechs der größten E-Commerce-Märkte weltweit durchgeführt hat.

 

Untersucht wurden die USA, Großbritannien, Skandinavien, die Niederlande, Deutschland und Frankreich. Diese Märkte stehen für die Hälfte des gesamten Umsatzes im weltweiten E-Commerce. Die Untersuchung habe gezeigt, dass der Online-Einzelhandel globaler und vernetzter werde; nicht zuletzt, weil der Austausch von Gütern und Dienstleistungen insgesamt zwischen den Ländern weiter zunehme.

 

Online-Handel wird immer globaler

 

Dass Großbritannien so deutlich führe im internationalen E-Commerce, liege vor allem an zwei Faktoren, sagt Peter Fitzgerald, Director bei Google: „Zum einen ist Großbritannien der am weitesten entwickelte E-Commerce-Markt weltweit. Zum anderen zeigt sich das große Vertrauen der Kunden auch außerhalb des Königreichs in britische Marken und Unternehmen.“

 

Amazon und Ebay seien die Vorreiter im grenzüberschreitenden, internationalen Online-Handel. Aber zahlreiche andere Marken zeigten, dass eine Internationalisierung ihrer Online-Aktivitäten gut vorankomme. Teils liege dass auch an der Strategie, Online- und Offline-Präsenzen auszubauen. Als Beispiele nennt die Studie Online Pure Player wie Zalando und Iherb, aber auch Multichannelhändler wie Sephora und Pandora. Vor allem aber auch Luxus- und Sportmarken wie Adidas, Hugo Boss oder Burberry.

 

Laut OC&C stehen wir erst am Anfang der Entwicklung. „In den kommenden zehn Jahren wird der international ausgerichtete Online-Einzelhandel stark wachsen“, meint Anita Balchandani, Partner bei OC&C.

 

Mehr zur Studie finden Sie hier.  


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Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Online, Handel, Export

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