26.01.2016 | Fahrzeugvertrieb

E-Commerce bedroht traditionelles Geschäftsmodell im Autohandel

Immer mehr Autos stehen auf digitalen Präsentationsflächen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der E-Commerce hat eine weitere Domäne des stationären Handels erobert: den Autohandel. In Deutschland werden bereits zehn Prozent der Neuwagen online gekauft. Bis 2020 soll sich die Anzahl verdoppelt haben. So die Ergebnisse einer Studie.

Bisher suchen 97 Prozent der Autokäufer online nach Fahrzeuginformationen, 44 Prozent würden online sogar ein Auto kaufen. Dabei gibt es zwei Arten von Kunden: Die eine Gruppe (55 Prozent) ist gut informiert und sucht online nach dem günstigsten Preis. Die zweite Gruppe (45 Prozent) sind die Multichannel-Kunden. Neben einem günstigen Preis, achten sie auch auf Komfort. Besonderen Wert legen diese Verbraucher auf umfassenden Service über den Verkaufsprozess hinaus, maßgeschneiderte Lösungen für individuelle Wünsche sowie eine gute, persönliche Beratung. Zu dem Ergebnis kommt die Studie von Roland Berger.

E-Commerce gehört die Zukunft

Noch stehen die preisorientierten Autokäufer im Fokus der Anbieter. Doch der Bedarf an komfortablen Online-Service wird beim Verbraucher künftig zunehmen. Damit stehen die Big Player am Markt wie Preisvergleichsportale, Makler, Spezialanbieter und Hersteller vor einem Wendepunkt. Nur mit einer Umorientierung in der Kundenstrategie können diese Anbieter auch die serviceorientierten Kunden erreichen. "Denn dem Onlinehandel gehört auch beim Neuwagenkauf die Zukunft“, kommentiert Philipp Grosse Kleimann, Partner von Roland Berger.

Agile, innovative Anbieter haben die Lücke bereits genutzt. Startups aus den USA erreichen beide Zielgruppen, indem sie in ihrer Multi-Vertriebskanal-Strategie einen "One-Stop-Shop" Rundumservice anbieten.

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Schlagworte zum Thema:  Handel, E-Commerce, Multichannel

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