| E-Commerce

Bad und Sanitär weitgehend Online-freie Zone

Armaturen, Waschbecken et cetera: Hersteller verzichten (noch) auf Online-Shops.
Bild: Philipp Klak

Markenhersteller im Bereich Bad und Sanitär agieren bislang sehr enthaltsam, was Online-Shop und E-Commerce angeht. Das zeigt eine Untersuchung des ECC Köln.

Acht von zehn untersuchten Herstellern haben keinen Online-Shop für den Direktvertrieb, zwei bieten einen Webshop für Zubehörartikel an. Ungenutzt bleibt auch die Möglichkeit, Interessenten auf die Online-Shops von Vertriebspartnern umzuleiten. Das geht aus dem aktuellen ECC-Markenmonitor hervor, den das E-Commerce-Center Köln am Institut für Handelsforschung (ECC Köln) in Zusammenarbeit mit Commerce Connector herausgibt.

Kein Online-Direktvertrieb

kein einziger der Branchen-Top-Player bietet Kunden einen umfassenden Online-Shop mit Bad- und Sanitärartikeln. Der Armaturen-Hersteller Grohe vertriebt ausgewählte Spa- und Wellness-Accessoires online, ebenso Villeroy & Boch. Mit anderen Worten: Produkte wie etwa Armaturen oder Duschbrausen können bei keinem der untersuchten Markenhersteller online erworben werden. Und keiner verknüpft seinen Produktkatalog online mit den Online-Shops seiner Vertriebspartner. 

Service als Wettbewerbsfaktor

Die Forscher beim ECC Köln rechnen damit, dass sich die Nachfrage der Kunden nach Online-Shops in Zukunft durchsetzen wird, sprich: Wie andere Branchen auch werde Bad & Sanitär an E-Commerce nicht vorbeikommen. "Für Marken, die sich hier früh in Position bringen wollen, wird es beim Online-Verkauf – wie bei Küchen oder Möbeln auch – aber besonders auf den Service-Aspekt ankommen. Kooperationen für Lieferung und Installation mit Händlern und Handwerkern vor Ort, sind dabei nur ein Aspekt“, so Sabrina Mertens, Leiterin des ECC Köln.


Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Online-Shop, Multichannel

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