01.06.2012 | E-Commerce

Anbieter von FMCG-Gütern tun sich im Internet schwer

Güter des täglichen Bedarfs gehen im Internet eher schleppend weg.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Beim E-Commerce gelingt es Anbietern von Gütern des täglichen Bedarfs noch immer nicht, mit sonstigen Nonfood-Anbietern mitzuhalten. Wie die Gfk aktuell berichtet, hat in den letzten zwölf Monaten gerade einmal jeder Zehnte Lebensmittel, Getränke oder Drogeriewaren online gekauft.

Der Kauf sogenannter Fast Moving Consumer Goods (FMCG) im Internet scheint für viele Konsumenten aufgrund anfallender Verpackungs- und Versandkosten uninteressant. 60 Prozent derjenigen, die sich auf das Experiment eingelassen haben, haben es bei nur einem Versuch belassen. Am ehesten werden Körperpflege-Produkte oder Kosmetika bestellt. Im Schnitt wird über alle FMCG-Bereiche hinweg mit durchschnittlich 27 Euro mehr ausgegeben als im stationären Handel. Die Gfk geht deshalb davon aus, dass es sich hierbei hauptsächlich um Vorratskäufe handelt.

Mehr als die Hälfte aller Ausgaben für Produkte der Kategorie Personal Care in Online-Shops fallen darüber hinaus auf Promotions, in den meisten Fällen handelt es sich um Produkte, die zum Sonderpreis angeboten werden. Bei allen Käuferhaushalten dieser Warengruppen betragen die Ausgaben für Einkäufe zum Sonderpreis dagegen nur ein Viertel und sind damit um beinahe 20 Prozentpunkte geringer als bei den Online-Shoppern.

Süßwaren und Heißgetränke sind derzeit noch die einzigen „essbaren“ Verbrauchsgüter, die in einigermaßen relevantem Umfang online gekauft werden. Lebensmittelhändler -  Vollsortimenter sowie Discounter - finden hingegen kaum Anklang. Das Fehlen sensorischer Eindrücke beim E-Commerce lässt den Einkauf im Ladengeschäft trotz Zeitaufwand offenbar noch immer attraktiver erscheinen.

Analog zu den Präferenzen der Online-Shopper entfällt der größte Anteil am Online-Umsatz auf Drogeriemärkte. Jeder vierte im Internet ausgegebene Euro für FMCG fließt in die Kassen der entsprechenden Shops. Vergleichsweise gut schneiden außerdem der Tierbedarfshandel (Umsatzanteil 16,1 Prozent), Apotheken (10,1 Prozent) und der Kosmetik-Fachhandel (8,9 Prozent) ab.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Versandhandel, Marketing

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