Die Deutschen lieben Bargeld weiterhin. Bild: Haufe Online Redaktion

Rechnung beziehungsweise Bargeld sind die bevorzugten Bezahlverfahren der Deutschen beim Einkauf im Internet und im Laden. So die Ergebnisse zweier Ehi-Studien zum Payment. Moderne Bezahlsysteme haben es hingegen weiterhin schwer.

Ihre Onlinekäufe zahlen deutsche Kunden laut der Studie "Online-Payment 2017" nach wie vor bevorzugt auf Rechnung. Auch wenn den Händlern andere Zahlungsarten lieber sind, gehen die meisten auf den Wunsch ihrer Kunden ein. Mit 30,5 Prozent ist der Rechnungskauf die umsatzstärkste Zahlungsart. Auf Platz zwei folgt die Lastschrift (20,2 Prozent), dahinter Paypal (17,9 Prozent) mit leichten Einbußen. Den vierten Platz besetzt die Kreditkarte (12,2 Prozent). Alle anderen Zahlungsarten liegen unterhalb der Fünf-Prozent-Marke.

Die am häufigsten angebotenen Zahlungsverfahren sind digitale Geldbörsen wie Paypal sowie Kreditkarten. Den Rechnungskauf bieten Händler meist nur aus einem Grund an: Weil ihn die Kunden erwarten. Knapp 68 Prozent bieten die Möglichkeit, Waren erst nach Lieferung zu bezahlen. Gegen das Ausfallrisiko sichern sich die meisten Händler durch einen entsprechenden Anbieter ab. Sehr große, aber auch sehr kleine Shops tragen das Risiko tendenziell eher selbst.

Im Schnitt konnten Kunden im Onlinehandel 2016 in den 1.000 umsatzstärksten Shops aus sieben verschiedenen Zahlungsarten wählen.

Bezahlvorlieben: Im stationären Handel hängen die Kunden am Bargeld

Im Laden wird die Mehrheit der Einkäufe weiterhin bar bezahlt (78 Prozent). Gerade bei kleineren Beträgen bleiben Münzen und Scheine das Zahlmittel der Wahl. Immer häufiger kommen kartengestützte Verfahren zum Einsatz, insbesondere die Girocard verzeichnet einen satten Zuwachs (um 9,1 Milliarden auf nun 187 Milliarden) – auch dank der Gebührenliberalisierung, die dafür gesorgt hat, dass mehr Händler Karten akzeptieren.

Mobile Payment steckt weiterhin in den Kinderschuhen. Die Umsatzanteile von Lösungen wie Payback-Pay oder Bluecode bleiben verschwindend gering. Und das wird sich laut Studie "Kartengestützte Zahlungssysteme im Einzelhandel 2017" so schnell auch nicht ändern. Zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass auch in den nächsten fünf Jahren Bargeld bei Beträgen unter zehn Euro die meistgenutzte Zahlungsart bleiben wird. An Mobile Payment glauben lediglich vier Prozent.

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Schlagworte zum Thema:  Payment, E-Commerce, Handel

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