30.10.2015 | Top-Thema Der Handel 2.0 in Zeiten digitaler Transformation

Innovationen und Experimentierfreude

Kapitel
Der Handel sollte die Möglichkeiten entdecken.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Im Handel liegen noch viele Innovationspotenziale brach, in die eine neue Dynamik kommen sollte. Auch Internationalisierung ist eine Möglichkeit. Experimentieren lohnt sich in jedem Fall.

Geschäftsmodell 2.0: Trends in Innovation übersetzen

Zum Beispiel "Zugang statt Besitz": Die Potenziale von Konzepten wie "Mieten-statt-Kaufen" sind im Einzelhandel noch nicht annähernd ausgeschöpft. Hochpreisige Flatscreens, statt eines Kaufs, gegen eine Jahresgebühr zu leihen und später durch ein aktuelleres Modell zu ersetzen, ist für viele Kunden sicher attraktiv, wird aber nirgendwo angeboten. Hier sollte über neue Geschäftsmodelle nachgedacht werden.

Internationalisierung 2.0: Über den Tellerrand schauen

Nie war es für Kunden leichter, im Ausland einzukaufen. Und nie war es für Händler leichter, Waren auch im Ausland anzubieten. 2014 hat jeder zweite Europäer online eingekauft -  immerhin schon jeder siebte in einem anderen Land. Jetzt will die EU-Kommission die Barrieren für den grenzüberschreitenden Handel innerhalb Europas noch weiter abbauen. Mutigen Händlern bietet sich jenseits der deutschen Grenzen ein gewaltiges Wachstumspotential.

Experimentierfreude 2.0: Einfach ausprobieren

Die Komplexität in Ansprache von Konsumenten ist rasant gestiegen. Gleichzeitig nimmt die Loyalität des Kunden massiv ab. Kommunikation findet zunehmend in Echtzeit statt. Jedes Ladengeschäft funktioniert anders. Es gibt keine Muster oder Blaupausen, die gedankenlos kopiert werden können. Stattdessen muss ausprobiert werden, was funktioniert. Die Möglichkeiten sind grenzenlos und nicht ansatzweise ausgeschöpft. Real-Time-Marketing verbindet sich mit immer neuen digitalen Marketing-Kanälen, auf Mobile Marketing und Social Media Marketing folgten You"ube-Marketing, Wearables, Virtual Reality und die Digitalisierung des POS. "Fail, but fail fast" gilt nicht nur für Start-ups, sondern genauso für den Handel.

Der Autor: Gregor Bieler ist General Manager Consumer Channels Group und Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Deutschland. Er ist Diplom-Ökonom (BAA der Fachhochschule München) und Master of Law der Ludwig Maximilian Universität zu München.

Schlagworte zum Thema:  Handel, E-Commerce, Database, Multichannel, Kaufverhalten

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