13.07.2015 | Handel

Welchen Einfluss digitale Geräte auf das Kaufverhalten haben

Digitale Konsumenten lassen sich positiv beeinflussen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Digitalisierung des stationären Handels kann nicht auf das Errichten eines neuen Absatzkanals reduziert werden. Der Wandel muss viel umfassender gedacht werden. Deloitte hat dazu die Studie "Navigating the New Digital Divide" vorgelegt.

92 Prozent aller Konsumenten im stationären Einzelhandel nutzen demnach ein digitales Gerät vor oder während ihres Einkaufs. 71 Prozent der Konsumenten sind darüber hinaus nicht durch die vom Händler gesteuerte Werbung, sondern selbstständig durch die Informationsquellen ihres Vertrauens auf das Produkt aufmerksam geworden. Aus diesem Grund müssen Einzelhändler neue Wege finden, um ihre Marke noch früher im Entscheidungsverhalten des Konsumenten zu positionieren.

Mehr als die Hälfte aller Konsumenten im stationären Handel bevorzugen es zudem mittlerweile, auf ihrem eigenen Gerät zu recherchieren, statt sich klassisch beraten zu lassen. Nur noch 35 Prozent aller Käufer legen Wert auf eine persönliche Beratung. Nach einem Einkauf benutzen immerhin noch zehn Prozent ein digitales Gerät, zum Beispiel wenn es Beschwerden gibt.

Insgesamt werden laut Deloitte 30 Prozent der Umsatzes im stationären Handel durch die Nutzung von digitalen Geräten beeinflusst, die Hälfte davon sind Mobilgeräte wie Smartphones.

Digitale Kunden haben höhere Kaufbereitschaft

Und die Ergebnisse der Befragung zeigen auch, dass gerade diese "digitalen" Konsumenten eine höhere Kaufbereitschaft aufweisen. Durch die Nutzung von Smartphone und Co. steigt die Konversionsrate um 74 Prozent. Auch wenn Kunden ein digitales Gerät vor dem Kauferlebnis verwenden, steigt die Konversionsrate um 42 Prozent. Außerdem gibt jeder Dritte an, mehr Geld auszugeben, wenn er während des Einkaufes ein digitales Gerät nutzt. Mit 28 Prozent gehören dieser Gruppe vor allem Konsumenten im Alter zwischen 18 und 34 Jahren an.

Nutzer von sozialen Medien weisen eine Konversionsrate von 82 Prozent im Vergleich zu 65 Prozent bei Nichtnutzern auf. Aktive Social Media Nutzer geben also mehr Geld aus als Nichtnutzer, wobei Facebook und Youtube die einflussreichsten Medien darstellen.

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Die vollständige Studie finden Sie hier

Smartphones als Chance für den stationären Handel

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Schlagworte zum Thema:  Handel, Mobile Marketing, Digitalisierung, Online-Marketing

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