08.07.2015 | McKinsey

Das wirkliche Potenzial des IoT liegt im B2B-Bereich

Viele Daten, die in der Industrie anfallen, werden nicht genutzt.
Bild: Michael Bamberger

Derzeit stehen beim Internet der Dinge noch überwiegend Entwicklungen für den Endkunden im Vordergrund. Langfristig bieten jedoch B2B-Anwendungen größeres Potenzial.

Das Internet der Dinge (IoT), also die intelligente Vernetzung von Geräten und Maschinen über das Internet, kann einen weltweiten wirtschaftlichen Mehrwert von bis zu 11 Billionen Dollar im Jahr 2025 schaffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des McKinsey Global Institute (MGI) mit dem Titel "The Internet of Things: Mapping the value beyond the hype".

90 Prozent des gesamten Mehrwerts wird den Anwendern – also Unternehmen, die IoT-Anwendungen nutzen, oder Verbrauchern – zu Gute kommen, etwa durch günstigere Preise oder Zeitersparnis. Gleichzeitig wird das Internet der Dinge die Grenzen zwischen Technologiefirmen und traditionellen Unternehmen aufweichen und neue, datenbasierte Geschäftsmodelle ermöglichen.

"Derzeit stehen beim Internet der Dinge noch überwiegend konsumentennahe Produkte wie Smartwatches oder selbstfahrende Autos im Vordergrund. Langfristig bieten jedoch Business-to-Business-Anwendungen wie beispielsweise in der 'Industrie 4.0' oder in der digitalisierten Logistik noch größeres Potenzial", sagt Harald Bauer, Direktor im Frankfurter Büro der Unternehmensberatung McKinsey. "Im Maschinenbau sind beispielsweise datenbasierte Geschäftsmodelle möglich, in der die Nutzung von Anlagen je nach Verfügbarkeit abgerechnet wird." Derzeit werde nur ein Bruchteil der Daten, die in der Produktion anfallen, überhaupt genutzt. In Fabriken kann durch das IoT laut MicKinsey ein wirtschaftlicher Mehrwert von bis zu 3,7 Billionen Dollar entstehen.

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Internet der Dinge

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