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Interaktiver Handel bleibt auf Wachstumskurs

Alle Zeichen stehen auf Wachstum - daran wird sich auch in diesem Jahr nichts ändern.
Bild: Haufe Online Redaktion

Mit einem Zuwachs von 22,9 Prozent von 2012 auf 2013 verzeichnet der Interaktive Handel ein Rekordwachstum. Insgesamt verkaufte die Branche Waren im Wert von 48,3 Milliarden Euro. Diese Zahlen liefert der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) in seiner Studie "Interaktiver Handel in Deutschland 2013".

Der Erfolg des Multichannel-Online- und Versandhandels bleibt mit Umsätzen in Höhe von 48,3 Milliarden Euro auch 2013 ungebrochen. Selbst der steuerbereinigte Anteil am gesamten Einzelhandel liegt mit 11,2 Prozent (Vorjahr: 9,4 Prozent) auf einem neuen Spitzenwert. Dies liegt laut Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bvh daran, dass sowohl häufiger als auch mehr gekauft wird.

Online-Handel wächst um über 40 Prozent

Auch das Onlinegeschäft allein machte im vergangenen Jahr einen Sprung: Innerhalb eines Jahres stiegen die Umsätze auf 39,1 Milliarden Euro, ein Wachstum von 41,7 Prozent seit 2012. Vergleicht man die verschiedenen Bestellmedien miteinander, liegt das Internet klar vorne. Im genannten Zeitraum ist der Umsatzanteil von 70,2 auf 81 Prozent gestiegen. Diese Zahlen unterstreichen einmal mehr die Bedeutung des E-Commerce. Nachdem der Online-Handel inzwischen eine Selbstverständlichkeit für Konsumenten sei, nehme nun die Entwicklung im Mobile Commerce stark zu, so Thomas Lipke, Präsident des Bvh. Immer mehr Kunden seien alway on, jederzeit und überall bereit einzukaufen.

Der Versandhandel ist weiblich
Das starke Versandhandels-Geschlecht sind die Frauen, ihr Anteil an der Kundenstruktur liegt bei 53,4 Prozent. Sie allein stehen für einen Jahresumsatz von 25,8 Milliarden Euro, weil sie nicht nur für sich, sondern auch für andere Familienmitglieder einkaufen und ihre Warenkörbe damit deutlich größer sind.

Haupt-Umsatzbringer im Interaktiven Handel ist die Warengruppe Bekleidung. Hier lag das Umsatzvolumen im vergangenen Jahr bei 11,6 Milliarden Euro. Auf Platz zwei folgen Bücher (5,3 Milliarden Euro), den dritten Platz belegen Elektroartikel und Unterhaltungselektronik (vier Milliarden Euro).

Zusätzliche Umsätze werden mit digitalen Gütern wie Flugtickets, Pauschalreisen, Veranstaltungstickets oder Fahrkarten erwirtschaftet. Hier betrug der Gesamtumsatz 10,6 Milliarden Euro, was einer Umsatzsteigerung von 9,3 Prozent entspricht.

Auch 2014 wird für die Branche ein erfolgreiches Jahr werden. Der bvh rechnet mit einem Wachstum mit Waren um 15,4 Prozent beim gesamten Interaktiven Handel, was einem Betrag von 55,8 Milliarden Euro entspräche. Beim reinen Online-Handel wird ein Wachstum um 24,8 Prozent auf 48,8 Milliarden Euro erwartet. Die Prognose, so Christin Schmidt, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Statistik und Wirtschaftspolitik beim bvh, basiere auf den Ergebnissen der vergangenen Jahre und sei ergänzt worden durch die Erwartungshaltungen der Händler.

Für die aktuelle Studienausgabe wurde aufgrund des Wachstums der Branche erstmals 40.000 statt 30.000 Personen befragt. Jeweils die Hälfte wurde telefonisch beziehungsweise online befragt. Die Vergleichbarkeit der Ergebnisse der letzten beiden Jahre ist deshalb nur eingeschränkt möglich.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Handel, Multichannel, Versandhandel

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