09.06.2015 | Bezahlverfahren

Bitkom: Mobile Payment setzt sich durch

Der physische Geldbeutel wird bald vom Mobile Wallet abgelöst.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Ein Drittel der Verbraucher steht dem Bezahlen per Smartphone inzwischen offen gegenüber. Das belegen Zahlen einer repräsentativen Bitkom-Umfrage. Im Vergleich zu anderen Ländern muss Deutschland jedoch noch aufholen.

20 Millionen Verbraucher (29 Prozent) stehen dem M-Payment demnach inzwischen aufgeschlossen gegenüber. Rund ein Viertel kann sich vorstellen, in Zukunft kontaktlos über das sogenannte NFC-Verfahren per Smartphone zu bezahlen, sieben Prozent haben damit bereits Erfahrungen gemacht. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es naturgemäß noch mehr: Als offen bezeichnen sich in dieser Altersgruppe 27 Prozent, genutzt wurde die Technik von 14 Prozent.

Das Smartphone werde deshalb schon in absehbarer Zeit ein weitgenutztes Zahlungsinstrument, erklärt Bitkom-Vizepräsident Ulrich Dietz. Nachholbedarf gebe es jedoch bei der Infrastruktur in den Geschäften. Hier gebe es im Vergleich zu anderen Ländern noch erheblichen Nachholbedarf. Derzeit gibt es in Deutschland 60.000 Akzeptanzstellen für das kontaktlose Bezahlen per NFC. Das entspricht gerade einmal acht Prozent aller Kassenterminals. Der Anteil, davon geht der Branchenverband aus, werde in den kommenden Jahren rasch wachsen. Denn seien die Kassenterminals erst einmal gerüstet, werde M-Payment binnen kurzer Zeit einen Durchbruch erleben, so Dietz. Mittelfristig könne das Mobile Wallet deshalb die physische Brieftasche ersetzen.


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Schlagworte zum Thema:  Vertrieb, Payment, Handel

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