01.02.2013 | Interaktiver Handel

B2B-Versandhandel mit Geschäftsentwicklung zufrieden

Kaum Grund zur Klage haben insbesondere größere Unternehmen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Knapp die Hälfte der Versandhändler ist mit der Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr zufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von bvh und Creditreform Wirtschaftsforschung. 2011 hatte diese Quote allerdings noch bei 55 Prozent gelegen.

120 B2B-Versender gaben Auskunft zu ihrer aktuellen Wirtschaftslage und den Geschäftsaussichten. Trotz einer gesamtwirtschaftlichen Abkühlung bewerteten 47,5 Prozent der Betriebe ihre Situation mit den Noten "gut" oder "sehr gut". Dies sind allerdings 7,5 Prozentpunkte weniger als 2011. Am besten bewerten Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten ihre Lage. Mit "gut" und "sehr gut" beurteilen hier 53,3 Prozent ihre Geschäftssituation (2011: 55,6 Prozent).

Die nachlassende konjunkturelle Dynamik hat sich 2012 demnach durchaus auf Umsatzzahlen und Auftragseingänge im B2B-Handel ausgewirkt. Nichtsdestotrotz blickt die Branche recht optimistisch in die Zukunft: Zwei von fünf erwarten ein Umsatzplus im kommenden halben Jahr, während 15,8 Prozent von sinkenden Auftragseingängen ausgehen.

Der Katalog bleibt zentrales Vertriebsinstrument
Der B2B-Handel bleibt geprägt von online-basierten Vertriebsinstrumenten und dem Einsatz von Katalogen. 41,2 Prozent der Befragten sehen "gute"oder "sehr gute" Entwicklungsperspektiven für den Katalog (2011: 43,1 Prozent). Noch sei er der wichtigste Wachstumstreiber, bestätigt Gero Furchheim, Vorstand des Einrichtungsversenders Cairo. Auch wenn die Rolle des E-Commerce in der Neukundengewinnung stark wachse und vielleicht bald dominiere, sei Print zur Bedarfsweckung bei Bestandskunden unverzichtbar.

Gestiegen ist die Bedeutung der Social Media für B2B-Händler. Mittlerweile sind 72,2 Prozent der befragten Unternehmen bei Facebook aktiv. Es folgen Google+ (46 Prozent), Xing (34,5 Prozent), Twitter (29,9 Prozent), Wikis (20,7 Prozent), Linkedin (17,2 Prozent) und Pinterest (5,7 Prozent).

Creditreform-Vorstand Dr. Carsten Uthoff beurteilt die Perspektiven für den B2B-Versandhandel für 2013 positiv. Der Saldo aus den optimistischen und pessimistischen Meldungen zur Geschäftserwartung halte sich stabil bei 37,4 Punkten nach 37,8 Punkten im vergangenen Jahr. Da die Einschätzung der Branche aufgrund seiner zahlreichen Kundenbeziehungen als ein Spiegelbild der deutschen Wirtschaft betrachtet werden könne, sei dies als positives Zeichen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zu werten.

Schlagworte zum Thema:  Versandhandel, B2B, Social Media

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