22.10.2012 | Automotive

Automobilbranche tut sich schwer mit dem Vertriebskanal Internet

Ein Auto aus dem Internet: Für viele Kunden weniger abwegig als die Branche glaubt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Automobilbranche tut sich offenbar schwer mit dem Vertriebskanal Internet. Dabei würde mehr als ein Drittel der Verbraucher in Deutschland, den USA und China selbst einen Neuwagen im Internet kaufen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Arthur D. Little.

Für die Studie wurden 1.000 Verbraucher zu ihrer Einstellung und zum Nutzungsverhalten in Bezug auf den Online-Handel mit Neuwagen befragt. Mehr als ein Drittel hat keinerlei Probleme damit, einen Neuwagen im Internet zu erwerben, in China allein liegt dieser Anteil sogar bei 86 Prozent.

Allerdings offenbart die Studie auch, dass Automobilhersteller noch nicht auf das neue Kaufverhalten ihrer Kunden eingestellt sind. Viele Kunden würden davon ausgehen, dass auch der Neuwagenkauf heute problemlos im Internet abgewickelt werden kann. Schließlich würden sie sich auch andere Produkte nach Hause liefern lassen, sagt Dr. Andreas Gissler, Director bei Arthur D. Little. Gerade das jüngere Kundensegment könne über diesen Kanal effizient angesprochen werden.

Für US-Amerikaner und Deutsche ist der Preis das ausschlaggebende Argument bei der Wahl des Kaufkanals, eine große Rolle spielen aber auch Nutzerfreundlichkeit und Terminunabhängigkeit (jeweils 74 Prozent). Für 67 Prozent der chinesischen Käufer ist hingegen die gebotene Exklusivität des Online-Vertriebs das wichtigste Merkmal und bedeutender als das Preisargument.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Handel

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