23.06.2014 | Messe

Asiatische Länder nicht länger Wachstumstreiber deutscher Messen

Aus aller Herren Länder kommen die Aussteller zu deutschen Messen.
Bild: Messe München

Die Zahl der ausländischen Aussteller auf deutschen Messen hat 2013 erneut zugenommen. Treiber sind jedoch nicht mehr die Asiaten, sondern Aussteller aus europäischen Nicht-EU-Staaten wie der Türkei und Russland. Dieses Ergebnis liefert eine aktuelle Untersuchung der Auma. 

Insgesamt waren knapp 95.000 ausländische Aussteller auf den 139 internationalen deutschen Messen vertreten, 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit lag die Auslandsbeteiligung im vergangenen Jahr bei rund 57 Prozent.

Aus Asien, in den vergangenen Jahren Treiber der deutschen Messeentwicklung, kamen lediglich ein Prozent mehr Aussteller. Selbst aus China, deren Ausstellerzahlen in den Jahren zuvor zumeist zweistellige Zuwachsraten verzeichneten, lag das Plus nur bei 3,5 Prozent. Andere asiatische Länder waren sogar mit weniger Unternehmen vertreten, darunter auch Taiwan (minus vier Prozent) und Hong Kong (minus fünf Prozent), sowie Thailand, Pakistan und Malaysia. Selbst der zweitgrößte Aussteller Asiens, Indien, verzeichnete ein Minus von knapp zwei Prozent.

Rund vier Prozent mehr Aussteller kamen hingegen aus dem europäischen Ausland. Insbesondere die Nicht-EU-Staaten legten um sieben Prozent zu. Allein aus der Türkei und Russland kamen zwölf beziehungsweise 13 Prozent mehr Aussteller.

Mit drei Prozent lag das Wachstum der Vertreter aus den EU-Staaten etwas niedriger. Platz eins mit über 12.000 Messeständen belegte Italien. Hohe Wachstumsraten verzeichneten die östlichen und südlichen EU-Staaten Polen (plus 15 Prozent), Ungarn (plus zehn Prozent) und Slowenien (plus 20 Prozent). 

Schlagworte zum Thema:  Marketing, Messe, Vertrieb

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