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Unternehmen fehlen Messverfahren zur Berechnung des Social ROI

Viele Unternehmen befinden sich noch in der Testphase. Die Berechnung des Social ROI muss warten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Einsicht ist da, an der Umsetzung hapert es noch: Obwohl 56 Prozent der Unternehmen die Messung des Return on Social Media für sehr wichtig halten, kommen in 86 Prozent bislang keinerlei Messverfahren zum Einsatz.

Dieses Ergebnis liefert die Studie „Next Corporate Communication 12“ der Universität St. Gallen und Virtual Identity. Demnach haben Unternehmen seit der letzten Durchführung der Untersuchung vor zwei Jahren vertiefende Erfahrungen mit sozialen Medien gemacht und strategische Ansätze entwickelt. Zur Ermittlung des Social ROI reicht es jedoch in den wenigsten Firmen. Es fehle bislang an etablierten Messverfahren, so das Fazit von Dr. Alexander Rossmann, Leiter der Next Corporate Communication-Plattform an der Universität St. Gallen.

In Arbeit befindet sich außerdem noch die strukturelle Einbindung des Social-Media-Engagements. 74 Prozent der Unternehmen praktizieren eine Mischung aus zentraler Koordination und dezentraler Umsetzung der Strategien. Ein eigenes Budget fehlt in 64 Prozent der befragten Firmen.

Testen und Experimentieren
Uneinigkeit herrscht in der Frage, wann eine Social-Media-Strategie ihren Namen verdient. Manch ein Unternehmensvertreter setzt bereits das Aufsetzen eines Twitter-Accounts mit einer Strategie gleich. Immerhin: 66 Prozent der Unternehmen geben zu, dass sie sich noch in einer Testphase befinden, in der es in erster Linie ums Experimentieren geht. Bei der Strategieentwicklung setzen 47 Prozent auf die Einbindung der Mitarbeiter, auch wenn noch 18 Prozent soziale Medien als ein Risiko bewerten.

B2B- und B2C-Unternehmen unterscheiden sich bei der Social-Media-Nutzung hinsichtlich ihrer Zielsetzungen. Während die Konsumgüterbranche zumeist auf Reichweitengewinnung setzt (54 Prozent), agieren Firmen aus dem B2B-Umfeld eher passiv. Ihnen geht es ums Zuhören, Lernen und Verstehen. Um einen aktiven Dialog mit den Kunden geht es dabei nicht.

Im Rahmen der Studie wurden Vertreter aus 68 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie 43 Experten aus Forschung und Beratung befragt.

Schlagworte zum Thema:  Social Media, Controlling, Online-Marketing

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