Die besten SEO-Tools - kostenlos und kostenpflichtig (siehe Infografik). Bild: Haufe Online Redaktion

Ganz egal, um welchen SEO-Bereich es sich handelt: Ohne die richtigen SEO-Tools geht es nicht. Sei es die Onpage-, Offpage- oder Keywordanalyse: Nur mit den richtigen Programmen geht es voran. Wir listen fünf kostenlose und fünf kostenpflichtige SEO-Tools auf, die jeder Marketer kennen sollte.

Fünf kostenlose SEO-Tools

Auch im Bereich der kostenlosen SEO-Plugins gibt es sehr gute Programme, die die tägliche Arbeit vereinfachen und beschleunigen - nicht zuletzt von Google selbst.

Google Search Console

Früher als Webmaster Tools bekannt, hat sich heutzutage nicht nur der Name, sondern auch der Funktionsumfang geändert. Das SEO-Analyse-Tool zeigt nicht nur, ob der Google-Crawler auf Probleme beim Besuch der Website trifft. Für Suchmaschinenoptimierer ist vor allem interessant, mit welchen Suchanfragen Besucher auf die Website gelangen und welche externe Seiten auf den eigenen Content verlinken. Mittlerweile wird auch die Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten innerhalb des Tools angezeigt. Somit ist die Google Search Console ein universelles, unverzichtbares Tool für alle Webmaster und SEOs. Seit die Keyworddaten aus Google Analytics weitestgehend verschwunden sind („not provided“), ist die Search Console sogar noch wichtiger geworden.

+ Keyworddaten

+ Crawlersteuerung

- Nur die letzten 90 Tage vergleichbar

-> Zur Google Search Console

Screaming Frog SEO Spider

Screaming Frog SEO Spider besitzt in der heutigen Zeit fast schon ein Alleinstellungsmerkmal. Im Gegensatz zu den meisten Programmen der Konkurrenz handelt es sich tatsächlich um ein herunterladbares und installierbares Programm und keine cloudbasierte, nur im Browser funktionsfähige Applikation.

Mit dem Tool können Sie jegliche OnPage-Aspekte einer Website überprüfen. Das Crawler-Tool analysiert jede URL und liefert dazu die wichtigsten SEO-Daten. Gibt es zu lange Titel? Wie sieht es mit kaputten Links aus? Screaming Frog SEO Spider arbeitet schnell und zuverlässig. Bereits die kostenlose Version bietet so viel Inhalt, wie man anderswo kaum bei der Kaufversion erwarten kann. Die einzig ärgerliche Einschränkung: Es können lediglich 500 URLs einer Seite gercrawlt werden. Für größere Websites ist das nicht ausreichend. Die Bezahlversion hat keine derartige Limitation, kostet 149 Pfund pro Jahr und bietet darüber hinaus Integrationen zu anderen SEO-Tools, wie Google Analytics oder der Search Console.

+ Desktop Programm

+ Schnell und umfangreich

- Nur 500 URLs in der Free-Version

-> Zu Screaming Frog SEO Spider

Ubersuggest

Keyword Suggest Tools sind bei SEOs immer noch beliebt, obwohl sie in der Regel nur die vorhandene Google Funktion Google Suggest nutzen. Warum also sollte man auf Tools wie Ubersuggest zurückgreifen? Weil sie im Gegensatz zu Google nicht wenige ausgewählte Vorschläge liefern, sondern eine ganze Palette an unterschiedlichsten Kombinationen. So können schnell Keywordideen generiert werden, die so tatsächlich auch gesucht werden. Wie häufig oder wie begehrt das Keyword ist, darüber liefert uns Ubersuggest keine Angaben. Dafür ist ein weiterer Schritt (z.B. im Google Keyword Planner) empfehlenswert.

+ Hunderte Keywordvorschläge

- Wordcloud

- Gelegentliche Überlastung

-> Zu Ubersuggest

Backling-Tool.org

Wer eben schnell Backlinks analysieren will, für den ist dieses Backlink-Tool eine gute Wahl. Zwar sind nur 200 Anfragen pro Stunde möglich und mit Umlaut-Domains hat das Tool so seine Probleme, aber für ein kostenloses Backlink-Tool funktioniert es einwandfrei. Übersichtlich listet es nicht nur den Linkursprung auf, sondern auch den Ankertext und ob es sich um einen Follow- oder Nofollow-Link handelt. Auch für einen schnellen Blick auf die Domainpop (Domainpopularität) eignet sich das Programm. Für einen schnellen Linkcheck ist das Tool perfekt, auch wenn sich das Tool noch in der Beta befindet.

+ Schnell und übersichtlich

+ Für ein kostenloses Tool gründlich

- Nur 200 Anfragen pro Stunde

-> Zu backlink-tool.org

Google Keyword Planner

Eigentlich zum Bereich Suchmaschinenadvertising (SEA) gehört der Google Keyword Planner. Das Keywordtool liefert Daten zum Suchvolumen einzelner Keywords sowie Vorschläge für thematisch passende Keywords. Mittlerweile wird gar ein Google Adwords Konto benötigt, um das kleine Tool verwenden zu können. Aber auch das konnte der Beliebtheit des Keyword Planners nichts anhaben. Gerade da die Keyworddaten von der Quelle (also direkt von Google) stammen, wird das Keywordtool von Google auch in den kommenden Jahren von SEOs rege genutzt werden.

+ Keyworddaten von Google

+ Keywordsuche auch mit Webseiten

- Google Adwords Account benötigt

-> Zum Google Keyword Planner

Bonus: SEObility SEO Check

Der SEObility SEO Check liefert eine kurze, aber aussagekräftige Onpage-Analyse einer Webseite. Zwei Sachen machen das Tool zu einem guten Vertreter seiner Art. Erstens die Geschwindigkeit. Das fängt damit an, dass man sich für den Check nicht registrieren muss und der Test selbst nur wenige Sekunden in Anspruch nimmt. Darüber hinaus ist er sehr Übersichtlich und auch für Laien verständlich. Für jeden Bereich gibt es nicht nur eine erreichte Prozentzahl der erreichten Qualität, sondern auch ganz konkrete Hinweise, was die Seite aus SEO-Sicht noch besser machen würde. Die wichtigsten To-Dos listet das Programm farblich selektiert ebenfalls auf. Mit einer Registration kann das Tool auch Unterseiten analysieren und ein paar Keywords tracken. Wer mehr will (u.a. eine Backlinkanalyse oder ausführliches Monitoring), muss zwischen 40 und 150 Euro pro Monat bezahlen.

+ Einfach & übersichtlich

+ Ohne Registrierung

- Nur eine Webseite ohne Registrierung

-> Zum SEObility SEO Check

Fünf kostenpflichtige SEO-Tools

Hinter den besten kostenpflichtigen SEO-Tools stehen professionelle Unternehmen, die ihre Programme über Jahre gepflegt und aufgebohrt haben. Für ambitionierte Suchmaschinenoptimierer sind eines oder mehrere Tools aus der folgende Liste schlicht nicht zu ersetzen. Alle setzen jedoch einen unterschiedlichen Schwerpunkt und haben unterschiedliche Stärken.

Ryte

Ryte (ehemals OnPage.org) hat sich wie der ehemalige Name vermuten lässt hauptsächlich der Onpage-Analyse verschrieben und sich damit einen bekannten Namen gemacht. Das Münchner Unternehmen hat aber auch in der Content-Optimierung bereits früh erste Schritte gemacht und als eines der ersten Tools die bekannte WDF-IDF-Analyse zur Verfügung gestellt. Das SEO-Tool ist insgesamt sehr einsteigerfreundlich und kostet zwischen 100 Euro und happigen 1700 Euro pro Monat. Eine limitierte Free-Version gibt es auch, die zumindest einen guten Vorgeschmack auf Ryte gibt.

+ Sehr umfangreich im Onpage-Bereich

+ Sinnvolle Content- und Keyword-Tools

- Kaum Offpage-Funktionen

-> Zu Ryte

Ahrefs

Ahrefs ist seit geraumer Zeit als Spezialist für Backlinkanalysen bekannt und genießt einen exzellenten Ruf. Im Laufe der Zeit ist es aber auch ein gutes Keyword- und Content-Recherche-Tool geworden und bietet eine ausgereifte Wettbewerberanalyse an. Es ist nicht so eingänglich wie einige andere Tools und bietet eine etwas biedere Benutzeroberfläche an. Dafür ist der Funktionsumfang sehr gut. Das Tool kostet zwischen 99 und 999 Dollar pro Monat.

+ Ausführliche Backlinkdaten

+ Sehr umfangreich

- Überladenes Interface

-> Zu Ahrefs

Sistrix

Die Sistrix Toolbox gehört zum Standardrepertoire von sehr vielen professionellen Suchmaschinenoptimierern. Der hauseigene Sichtbarkeitsindex ist eine allgemein anerkannte Größe der SEO-Erfolgsmessung. Der Funktionsumfang ist riesig und auf jedem Level gut, ganz egal ob es um die Onpage-Analyse, Keyworddaten oder um Backlinks geht. Erwähnenswert ist außerdem, dass es mittlerweile eine vorbliche Anzahl an Tutorials und anderen Ressourcen gibt. Im Monat kostet Sistrix zwischen 100 und 400 Euro. Mit Sistrix Smart gibt es auch eine brauchbare  und dauerhaft kostenlose Version.

+ Anerkannter Sichtbarkeitsindex

+ Gute Reportfunkion

+ Vorbildliche Tutorials

- Unübersichtlich für Anfänger

-> Zu Sistrix

Xovi

Als All-In-One Online Marketing Suite angepriesen, bietet Xovi vor allem für SEO-Experten jede Menge Funktionen. Seine Stärken spielt das Tool vor allem bei der Mitbewerberanalyse aus, kann aber auch in anderen Bereichen wie etwa Social Media punkten. Bereits im günstigsten Paket gibt es keine Domainbegrenzung. Deswegen lohnt sich Xovi vor allem für die Marketer, die viele kleine Projekte zu betreuen haben. Die Kosten belaufen sich auf 80 bis etwa 400 Euro pro Monat.

+ Keine Domainbegrenzung

+ Großer Funktionsumfang

- Nur wöchentliche Linkprüfung (außer Enterprise)

-> Zu Xovi

SECockpit

SECockpit ist ein spezielles Keyword-Tool aus der Schweiz und gilt in der SEO-Branche im Moment als exzellente Wahl. Dabei geht es nicht nur darum, gute, viel gesuchte Keywords zu finden, sondern vor allem Keywords mit niedriger Konkurrenz oder niedrigem Klickpreis in Google Adwords zu finden. Das Cloud-Tool bietet tatsächlich alles, was sich SEO-Experten von einem Keyword-Tool wünschen. Vor allem die Wettbewerbsanzeige hat sich als erstaunlich akkurat herausgestellt. Das Programm kostet zwischen 40 und 120 Euro pro Monat.

+ Exzellente Wettbewerbsanalyse

+ Keyworddaten auch von Amazon & YouTube (ab Pro)

- Nur auf Keywords ausgerichtet

-> Zu SECockpit

Infografik SEO-Tools

Schlagworte zum Thema:  Suchmaschinenoptimierung, Analyse, Google

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