04.12.2014 | Serie Suchmaschinenoptimierung

Worauf Sie bei der Paginierung achten sollten

Serienelemente
Paginierung: Das müssen Sie beachten.
Bild: kebox - Fotolia

Eine ordentliche Paginierung ist wichtig, damit die Leser nicht nur einfach an weitere Inhalte kommen können, sondern auch, damit der Suchmaschine der Weg zur einfachen Indexierung aller Inhalte geebnet wird. Worauf es dabei ankommt, verrät unser Artikel.

 

Was ist Paginierung?

Paginierung meint die Seitennummerierung in mehrseitigen Dokumenten. Auf einer Online-Seite heißt das beispielsweise, dass nach dem Ende aller aktuellen Artikel der Weg zu den älteren zugänglich gemacht wird. Oder der Nutzer nach 100 Produkten auf einer Seite auf eine weitere navigiert wird. Anwendungsbereiche gibt es viele. Der Zugang zu diesen Seiten muss einerseits für den Nutzer offensichtlich und leicht zu bedienen, andererseits für die Suchmaschine optimal zu lesen sein.

 

Was ist wichtig bei der Paginierung?

Einer der häufigsten Fragen bei der Einführung jeder Paginierung ist: Ab wie vielen Links (oder anderen Elementen) klappen wir die Seite um? Natürlich gibt es dafür kein Patentrezept. Der Ausgangspunkt sollte der gesunde Menschenverstand sein: Wie viel ist der Nutzer gewillt zu scrollen, bevor er den Seitenaufruf abbricht? Das hängt unter anderem von der Größe der darzustellenden Elemente ab. Sind es nur Links, können es ruhig 50 bis 100 sein. Sind die darzustellenden Symbole größer,  sollte eher vorsichtig vorgegangen werden.

Merke: Die Anzahl der Elemente ist etwas sehr individuelles und sollte gründlichst  vor der Umsetzung analysiert und diskutiert werden.

 

Wichtig ist auch, nicht nur Vor- und Zurückbuttons anzubieten. Gibt es mehr als zwei Seiten, muss dem Nutzer ermöglicht werden, an andere Punkt der Paginierung zu springen – und zwar von jeder Seite aus. Eine Art Inhaltsverzeichnis ist deswegen auch bei einer Paginierung unumgänglich. Die Klicktiefe zu allen Dokumenten der Paginierung sollte möglichst gering gehalten werden. Wenn es sehr viele Seiten gibt, ist es sinnvoll, in gewissen Abständen vorzugehen. So kann der Nutzer beispielsweise direkt auf Seite 10 oder 20 springen. Auch eine Möglichkeit: Der Nutzer gibt die gewünschte Seitenzahl direkt in ein Feld neben der Paginierung ein. So kann er zu jeder gewünschten Seite mit einem Klick springen. Oft nicht angewendet, aber dennoch sinnvoll: Eine kurze Beschreibung, was den Nutzer auf der anderen Seite der Paginierung erwartet. Sonst ist der Klick darauf ein Schuss ins Blaue.

 

Die Frage, ob Sie erlauben sollten, dass paginierte Seiten nach der ersten Seite im Google-Index landen, ist nicht so einfach zu beantworten, wie es scheint. Oft macht es durchaus Sinn das zu verneinen, da sich auf Produktseiten z.B. nur die jeweiligen Produkte ändern, nicht aber der eigentlich Zweck der Seite und damit auch nicht das eigentliche Keyword. Da es für jedes Keyword nur eine optimierte Seite geben sollte, ist der Fall hier klar: Lassen Sie diese Seite durch das Hinzufügen des „noindex“ Attributs von Google nicht indexieren. Geht es dagegen um einen langen, inhaltsträchtigen Artikel, der aus Platzgründen auf mehrere Seiten aufgeteilt wird, sollten alle Seiten indexiert werden.

Merke: Obwohl es in der Regel klüger ist, diese Seiten für Google zwar crawlbar (follow) zu machen, ist es für gewöhnlich besser, sie nicht indexieren zu lassen. Weil es Ausnahmen gibt, ist das aber individuell zu prüfen.

 

Die Zukunft der Paginierung

„Infinite Scroll“, also Seiten ohne Paginierung, bieten durchaus auch Vorteile. Elemente werden in diesem Fall nachgeladen, wenn der Nutzer einen bestimmten Punkt erreicht. Das erspart den Klick auf die nächste Seite und hält die Ladezeiten im Rahmen. "Infinite Scroll" funktioniert meist per JavaScript. Suchmaschinen-Crawler sind dann oft ausgeschlossen. Allerdings könnte sich das bald ändern: Google hat bereits signalisiert, sich dem Problem bewusst zu sein und künftig Seitenbetreibern, die auf „Infinite Scroll“ setzen, ein besseres Ranking versprochen, wenn gewisse Spielregeln befolgt werden.

 

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