| E-Commerce

Wie Sie von Kundenbewertungen profitieren können

Kundenbewertungen sind wichtig.
Bild: Haufe Online Redaktion

Empfehlungen beeinflussen Kaufentscheidungen. Deshalb verschenken Onlinehändler, die Kundenbewertungen nicht aktiv in ihre Online-Marketing-Strategie einbinden, wertvolles Potenzial. Wie durch Empfehlungen im Netz Umsätze gesteigert werden können, erklärt die Fullservice-Agentur Löwenstark.

Kundenbewertungen sind für Onlinehändler Fluch und Segen: Positive Käuferbeurteilungen sind ein wichtiges Trust-Element, erleichtern die Kaufentscheidung und führen letztendlich zu mehr Umsatz. Schlechte oder manipulierte Bewertungen können dagegen bares Geld und den guten Ruf kosten. Aber ob positiv oder negativ – Hersteller und Onlinehändler profitieren in jedem Fall von Onlinebewertungen, denn dadurch erhalten sie kostenlos direktes Kundenfeedback und marktforschungsrelevante Informationen (mehr über die Psychologie des Bewertens im Web). Diese enthalten Hinweise, welche Waren oder Services die Käufer schätzen und was gegebenenfalls verbessert werden soll. Daher ist es wichtig, Onlinebewertungen in die übergeordnete Online-Marketing-Strategie einzubinden und mit den Käufernoten im Netz offensiv umzugehen. Wie Sie von Kundenbewertungen im Netz profitieren können, zeigen die folgenden Tipps.

Tipp 1: Kundenbewertungstools in die Website einbinden

Onlinehändlern stehen verschiedene Kundenbewertungstools zur Verfügung, mit deren Hilfe sie ihre Käufer befragen und wertvolles Feedback gewinnen können. Die Nutzung solcher Bewertungssysteme wird unter Umständen auch von Google honoriert und wirkt sich positiv auf den Traffic aus: So werden beispielsweise die Bewertungen von Dienstleistern wie Ekomi, Trusted Shops oder Shopauskunft.de in den Google Shopping-Ergebnissen angezeigt. Wenn die Preise eines Produkts bei verschiedenen Anbietern ähnlich sind, hat der mit den besseren Empfehlungen laut Löwenstark einen klaren Vorteil.

Tipp 2: Online-Bewertungen in Google Adwords integrieren

Welche große Bedeutung positive Onlinebewertungen aus Marketingsicht haben, zeigt sich im Suchmaschinenmarketing: Diese werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, in den Google-Adwords-Anzeigen eingeblendet und können Kaufentscheidungen der Konsumenten positiv beeinflussen. Google berücksichtigt beispielsweise Verkäuferbewertungen und Erfahrungsberichte, die aus den eigenen Diensten Google Shopping oder Google zertifizierter Händler kommen sowie Datenfeeds von unabhängigen Anbietern. Es müssen dazu mindestens 30 Erfahrungsberichte, die nicht älter als zwölf Monate sind, von verschiedenen Nutzern vorliegen und ein Gesamtergebnis von wenigstens 3,5 Sternen ergeben. Ein weiteres Plus: Die Käuferbewertungen in Google Adwords können sowohl auf klassischen Desktop-PCs als auch auf mobilen Geräten wie Tablets oder Smartphones angezeigt werden. Angesichts der steigenden Nutzung der mobilen Endgeräte beim Internet-Shopping ist das ein klarer Wettbewerbsvorteil.

Tipp 3: Bewertungen nicht manipulieren

Ehrlichkeit zahlt sich aus bzw. Unehrlichkeit fällt irgendwann auf. Deshalb rät Löwenstark Onlinehändlern davon ab, gefälschte Kundenrezensionen zu veröffentlichen, schlechte Bewertungen zu löschen oder diese auf irgendeine Weise zu manipulieren. Früher oder später fliegen solche "Verschönerungsarbeiten" auf und kommen mit geballter Kraft zurück. Folge ist ein immenser Glaubwürdigkeitsverlust. So wie im gesamten Social-Media-Bereich muss man auch im Empfehlungsmarketing mit Kritik offen und transparent umgehen. Wichtig ist, dass die Kritikpunkte schnell und sachlich bearbeitet und vom Marketing aktiv aufgegriffen werden.

Weiterlesen:

Millennials trauen Kundenbewertungen mehr als den Aussagen der Hersteller

Was Sie über die Customer Journey wissen sollten

Auf diese Änderungen im Kaufverhalten sollten Sie sich einstellen

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Versandhandel, Online-Marketing, Social Media

Aktuell

Meistgelesen