| Umfrage

Wie Marketingabteilungen fit für die Zukunft werden wollen

Quo vadis Marketing? Ein Zukunftsthema ist natürlich Big Data.
Bild: Benjamin Thorn ⁄

Worauf wird es im Marketing künftig ankommen? Mit dieser Frage haben sich der Deutsche Marketing Verband und die Zukunftsforscher Jörg Jelden und Dirk Bathen befasst. Eine Erkenntnis der Studie: Big Data, neue Touchpoints und höhere Geschwindigkeiten sind die größten Herausforderungen.

Nur 23 Prozent der Umfrageteilnehmer aus Unternehmen glauben, dass ihre Abteilung in der jetzigen Form fit für die Zukunft ist. Immerhin knapp die Hälfte geht davon aus, dass bereits kleine Korrekturen ausreichen, um viel zu bewirken. Gleichzeitig sagen 90 Prozent, dass der digitale Wandel dazu führen wird, dass die Bedeutung der Marketingabteilungen in den Unternehmen wächst.

Fragt man in den Unternehmen nach den Barrieren, die der Umsetzung eines zukunftsorientierten Change-Prozesses entgegenstehen, werden folgende Faktoren genannt: Zeit, Mut und Mitmenschen. So klagt beispielsweise die Hälfte über eine zu hohe Auslastung im Tagesgeschäft, 46 Prozent glauben, dass Mitarbeiter und Kollegen versuchen werden, an Vertrautem festzuhalten, und 36 Prozent nennen den fehlenden Mut in den Chefetagen als Hürden.

An Fachwissen geht auch künftig kein Weg vorbei

Eine Regel wird ihre Gültigkeit bewahren: Wer im Marketing arbeitet, muss sein Handwerkszeug verstehen. Genannt werden in diesem Zusammenhang: Fachliches Know-how (48 Prozent), Kunden- und Marktwissen (24 Prozent) sowie analystisch-strategische Arbeitsweisen (23 Prozent). Außerdem geht es nicht ohne Kenntnisse im Networking (41 Prozent), Lernbereitschaft und Offenheit gegenüber Neuem (28 Prozent) und dem Mut zum Querdenken (27 Prozent). Letzteres trauen die Befragten weniger den CEOs (20 Prozent) als vielmehr jungen Talenten (24 Prozent) zu. Noch weniger (14 Prozent) sehen im CMO einen Treiber für die Neuausrichtung.

Die Studie "Marketingorganisationen der Zukunft" basiert auf einem Think-Tank mit sechs Unternehmenspartnern (E-Plus Gruppe, Görtz, Ing-Diba, Postbank, T-Systems, Yello Strom), rund 40 Einzelinterviews mit Unternehmensvorständen und Marketingverantwortlichen, Vordenkern und Wissenschaftlern sowie eine Online-Befragung mit über 800 Marketern aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen.

Schlagworte zum Thema:  Marketing, Big Data, Online-Marketing, CRM

Aktuell

Meistgelesen