Mindestens fünf Netzwerke nutzen Journalisten in der Regel. Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Hälfte der deutschen Journalisten nutzt im Berufsalltag mindestens fünf verschiedene soziale Medien. Doch der wichtigste Kommunikationskanal bleibt ein anderer. Dies ist das Ergebnis der "Social Journalism-Studie“.

Der PR-Software-Anbieter Cision und die Canterbury Christ Church University haben gemeinsam Journalisten zu ihrer beruflichen Social-Media-Nutzung befragt. Für Deutschland basiert der Bericht auf 439 Antworten.

Demnach hat sich gezeigt, dass 55 Prozent der Befragten vollkommen oder zumindest größtenteils von den Social Media abhängig sind, um mit ihrer Zielgruppe zu kommunizieren.

Dies sind die zentralen Ergebnisse der Studie:

  • Die Hälfte der befragten Journalisten nutzt mindestens fünf verschiedene soziale Medien.
  • Die Zeit, die Journalisten zu Kommunikations- und Recherchezwecken in den Social Media verbringen, bleibt konstant.
  • Die meiste Zeit verbringen Journalisten aus den Bereichen Nachrichten und Politik in den Social Media. Pressevertreter mit Schwerpunkt Wirtschaft und Finanzen nutzen eher professionelle Netzwerke.
  • Freie Journalisten nutzen soziale Medien besonders intensiv.  Sie sind, mehr noch als für fest angestellte Kollegen, ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit.
  • Mehr als die Hälfte der Journalisten (55 Prozent) sind für die Interaktion mit ihren Zielgruppen zum großen Teil auf soziale Medien angewiesen.
  • Nur ein Viertel hält die Auswirkung der Social Media auf den Journalismus für positiv. Die Mehrheit ist der Ansicht, ihre Arbeit sei komplexer und schwieriger geworden.
  • Eines bleibt: Unabhängige Experten, egal woher der Kontakt stammt, bleiben die zentrale und wichtigste Anlaufquelle bei der Recherche.
  • Journalisten wünschen sich verlässliche und vertrauenswürdige Beziehungen zu PR-Verantwortlichen in Unternehmen und Organisationen.
  • Wichtig zu wissen: Wenn Journalisten mit Unternehmen kommunizieren, bleiben die Social Media außen vor: Der wichtigste und bevorzugte Kontaktkanal bleibt die E-Mail.

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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Social Media, Unternehmenskommunikation

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