Marken, die junge Zielgruppen ansprechen, wie Domino's oder Starbucks, setzen schon auf Emojis. Bild: Dominos

Fast alle nutzen sie, nicht alle verstehen sie. Der Umgang mit Emojis bei der Unternehmenskommunikation will gut überlegt sein. Das belegt auch eine Studie des Marktforschers Yougov.

Knapp neun von zehn Deutschen nutzen Emojis. Sie sind lustig anzusehen und transportieren kurz und knapp sowohl Information als auch Emotion. Gerade in den Social Media setzen deshalb auch viele Unternehmen inzwischen auf die Piktogramme.

Grundsätzlich spricht wenig dagegen: 56 Prozent der für die Studie "Emojis in der Unternehmenskommunikation“ Befragten erkennen, dass diese Symbole Gefühle besser ausdrücken als reiner Text. 42 Prozent glauben zudem, dass sie Nachrichten verständlicher rüberbringen können. Fast jeder Dritte bewertet es deshalb positiv, wenn Unternehmen bei der Kundenansprache Emojis einsetzen.

Emojis: Nicht für alle

Markus Braun, einer der Studienautoren, mahnt dennoch zur Vorsicht. Zwar sei der Einsatz von Emojis grundsätzlich eine gute Idee, dies gelte jedoch längst nicht für alle, denn falsch genutzt, könnten sie unseriös oder anbiedernd wirken. Hinzu kommt, dass 44 Prozent der Befragten zugeben, dass sie nicht alle Bedeutungen kennen.

Umso wichtiger für Unternehmen, Emojis dosiert und wohlüberlegt einzusetzen. Schließlich machen es die Nutzer ebenso: 61 Prozent verwenden selbst nur wenige Symbole. Grundsätzlich positiv kommen Emojis bei Frauen zwischen 25 und 44 Jahren an.

In Asien sind Branded-Emojis bereits weit verbreitet. Sie steigern den Wiedererkennungswert einer Marke. In Deutschland würde sich jedoch nur knapp jeder Fünfte solche Firmen-Piktogramme, wie sie Starbucks oder Burger King anbieten, herunterladen. Deshalb sollten Unternehmen, die darüber nachdenken, sich genauestens überlegen, ob ihre Kunden zu der Zielgruppe gehören, die darauf anspricht: Beispielsweise Familienorientierte (89 Prozent), die gerne den neuesten Modetrends nachgehen (46 Prozent).

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